gegessen, und sollte ein Freund sein, obgleich Grund genug daist, zu vermnthen, er halte es mit meinen Feinden."
Der Wildsteller antwortete gar nichts auf den argen Verdacht,den der Andere so ohne Umstände anssprach, trotz der Erklärungenund Erläuterungen, die eben stattgcsnnden. Ans den Ruf desVaters lief es von allen Seiten herzu. Vier oder fünf seinerSöhne krochen augenblicklich ans ihren Verstecken hervor, wo siein der Vermnthnng gelegen, daß die von ihnen ans der nächstenErdwelle gesehenen Gestalten zu den Sioux gehörten. SobaldJeder von ihnen sich näherte, seine Flinte ruhig im Arme haltend,warf er einen forschenden Blick ans den Fremden, wiewohl keinerdie geringste Neugier ansdrückte, von wo er gekommen, oder weß-halb er da sei. Dieses seltsame Benehmen entstand znm Theil ausder trägen Kälte ihres Temperaments, denn eine lange Erfahrungin ähnlichen Auftritten hatte sie auch die Tugend der Zurückhaltunggelehrt. Der Wildsteller ertrug ihre stumme Musterung mit derFestigkeit eines Mannes, der nicht minder als sie selbst erprüftwar, und mit der vollkommenen Ruhe der Unschuld. Zufriedenmit' dem Resultate der Prüfung, wandte sich der Aelteste aus derGruppe, der kein Anderer als die nachlässige Schildwache war,deren Mangel an Wachsamkeit der schlaue Mahtoree sich so ge-schickt zu Nutzen gemacht hatte, zum Vater, und sagte dreist:
„Ist der Mann der einzige, der von den Leuten, die ich daoben sah, übrig geblieben, so haben wir nicht umsonst unserPulver verschossen."
„Asa hat recht," sagte der Vater, indem er sich plötzlich zumWildsteller nmdrehte, als kehre ein verlorener Gedanke plötzlichbei dem Winke seines schläfrigen Sohnes zurück. „Wie ist das,Fremder? Es waren ja eben noch eurer Drei, oder man könntenichts bei Mondlicht sehen."
„Hättet Ihr die Tetons über die Haide hinwcgjagen gesehen,wie eben so viele schwarze Teufel, hinter Eurem Vieh, mein