für euch. Seid vorsichtig, und Gott möge Jeden von euch, wieihr es verdient, segnen."
Ohne auf Antwort zu warten, stieg der Wildstetter unverzagtden Abhang vor sich hinunter, grade auf das Lager zu, indem dieFurcht seine Schritte weder beschleunigte, noch verzögerte. DasMondlicht beleuchtete einen Augenblick seine hohe, magere Gestalt,und diente, die Auswanderer von seiner Annäherung zu benach-richtigen. Unbekümmert um diesen für ihn nachtheiligen Umstand,ging er seines Weges, immer nach dem Gebüsche zu, bis einerauhe, drohende Stimme ihm entgegen klang:
„Wer kommt, Freund oder Feind?"
„Freund! Einer, der allzulange gelebt, um noch den Restdurch Unfrieden stören zu wollen!"
„Aber nicht zu lange, um die Schliche seiner Jugend vergessenzu haben," sagte Jsmael, indem seine ungeheure Gestalt sich hin-ter dem Versteck eines niedrigen Busches erhob. Und nun, Antliygegen Antlitz gekehrt, sprach er znm Wildsteller: „Alter Mann,du hast diesen Stamm rother Teufel ans uns losgeführt, undmorgen willst du ihre Beute theilen."
„Was habt Ihr verloren?" fragte ruhig der Wildsteller.
„Acht so gute Mähren, als je in einem Geschirre gingen, undein Füllen, das dreißig der schönsten Mexikaner, alle mit demGesicht des Königs von Spanien, werth ist. Der Frau bleibtkein gespaltener Huf, keine Kuh zu einem einzigen Zuber Milch;und ich glaube gar, unsere Schweine beackern mit ihren wundenFüßen die Prairie. Und nun, Fremder," fügte er hinzu, miteiner Heftigkeit und einem Anfbransen, die einen minder Beherztenzittern gemacht hätte, die Flintenkolbe auf den Boden stampfend,„wie viele davon fallen dir zu bei der Theilung?"
„Pferde habe ich nie verlangt, und nie gebraucht, obgleichwohl Wenige über weitere Strecken Amerika's gereist sind, alsich, so alt und schwach ich auch scheine. Aber ein Pferd nützte