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4 (1853) Die Prairie : eine Erzählung
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Kinder auf und nieder, und hörten nicht auf, sich in wildem undschrankenlosem Geschrei zu ergötzen.

Mitten in diesem Tumulte hörte man einen Ton, ähnlich dem,wie wenn man den Anzug einer Heerde Büffel erwartet, und dannsah man plötzlich alles Vieh Jsmacls in wilder Unordnung undAngst ausbrechen.

Sie haben den Jsmael, den Squatter*), seines Viehs be-raubt," sagte der aufmerksame Wildsteller.Die Schlangen habenihn ganz huflos wie einen Biber zurückgelaffen!" Er sprach noch,als die ganze Masse der erschrockenen Thiere den kleinen Abhangerstieg, und am Platze, wo er stand, vorbeifegte, von einer Bandefinsterer, dämonartigcr Gestalten dicht hinter ihnen verfolgt.

Der Drang theilte sich den Tetonpferdcn mit, die immer ge-wohnt waren, die ungezügelten Leidenschaften ihrer Eigenthümerzu theilen, und nur mit Mühe konnten ihre Wächter sie zurück-haltcn. In diesem Augenblick, wo Aller Augen auf den vorüber-streifendcn Wirbelwind von Thier und Menschen gerichtet waren,entriß der Wildstcller das Messer den Händen seines unaufmerk-samen Hüters mit einer Kraft, die seinem Alter nicht eigen schien,und trennte mit einem einzigen Schnitt den ledernen Riemen,mit welchem sie znsammengekoppelt waren. Die wilden Thierewieherten vor Freude und Schrecken, und die Erde weit mitihren Hufe» anfschlcuderud, stoben sie hinweg in tausend Rich-tungen, in die weite Haide hinein.

Weucha wandte sich gegen seinen Angreifer mit der Wildheitund Behendigkeit eines Tigers. Er fühlte nach der Waffe, dieihm so plötzlich entrissen war, griff mit nnkräftiger Hast nach demStiel seines Tomahawk, und blickte doch in selbem Moment mitaller Gier eines westlichen Indianers nach dem fliehenden Horn-vieh. Der Kampf zwischen dem Durst nach Rache und der Begier

') Die Benennung Squatter bezeichnet einen Landbeuter. einen Mann, dersich ohne- Erlaubuiß der Staaten anzustedeln sucht.

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