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gehen zu lassen, und dem Dahcotah-Häuptling es zu überlassen,ob er sich selbst betrügen wolle.
„Die Frauen der Sioux und der Weißen sind nicht aus dem-selben Wigwam," erwiederte er ausweichend. „Würde ein Teton-krieger sein Weib größer machen wollen, als er selbst ist? Gewißnicht, und doch haben meine Ohren gehört, daß es Länder gibt,wo die Berathungen von Weibern abgehalten werden."
Eine abermalige leichte Bewegung in dem dunkeln Kreise lehrteden Wildsteller, daß seine Erklärung nicht ohne Erstaunen, undfast ohne Mißtrauen angehört wurde. Nur der Häuptling schienunbewegt, und nicht im geringsten geneigt, etwas von seinerKühnheit oder seinem Stolze nachzulassen.
„Meine weißen Väter, die an den großen See'n leben, habenerklärt," sagte er, „daß ihre Brüder gegen den Aufgang zu keineMenschen wären, und jetzt sehe ich, sie logen nicht! „Geh' — wasist ein Volk, dessen Häuptling ein Weib ist! Seid Ihr der Hund,und nicht der Gatte dieses Weibes?"
„Keines von Beiden. Nie habe ich sie gesehen vor heute. Siekam in die Prairie, weil man ihr gesagt, hier lebe ein großes undedles Volk, Dahcotahs genannt, und sie wünschte Mensche» zusehen. Die Frauen der bleichen Gesichter öffnen, gleich den Frauender Sioux, ihre Augen nach Neuigkeiten; aber sie ist arm, wie ichselbst, und sie wird weder Korn noch Büffelflcisch haben, wennIhr das Wenige ihr wcgnehmt, was sie und ihrFreund noch besitzen."
„Wie viele schändliche Lügen hören jetzt meine Ohren!" riefder Tetonkrieger mit einer so gewaltigen Stimme, daß selbst seinerothen Zuhörer znrückschraken. „Bin ich ein Weib! Hat Dahco-tah keine Augen! Sage mir, weißer Jäger, wer sind die LeuteEurer Farbe, die neben den gefällten Bäumen schlafen?"
Während er sprach, zeigte der beleidigte Häuptling in derRichtung nach Jsmaels Lager, indem'er dem Wildsteller keinenZweifel ließ, daß dem größer» Scharfblick dieses Mannes eine