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Der selige Gerrich, Stifter der Abtei Gerresheim : ein Beitrag zur Gründungsgeschichte des Christenthums im Bergischen Lande
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ba§ bcr Mailte ©errief) in beffert Familie erblich gemefen;benn eS ift nidjt anäunehmen, baff ber fgof, ber nad) ber©tiftungSurfunbe beS ÄtofterS ©erreSfteim uont QatjreS. 873 bereite ju einer 9Ma, b. t). ju einem borfartigen(Qäufetcomptepe 1 ) ertoadifen roar, urfprünglid) non fRitter©errid) angelegt roorben fei; eine fo rafdje ^ofeSentroicf*lung märe jebenfafts in jener 3&it unerhört, ©ie Söeftanb*tfjeile biefer SUitta bitbeten ber non ©errief) anS $toftergefd(jenfte §errenf)of 2 ) mit feinen @ebäulidf)feiten unbbeftimmten ©runbftücEen, fomie bie abhängigen, non porigenbebauten <gufen mit ihren Jütten. @S tag ganj in ber©itte bamatiger 3^t, größere £>öfe fo ju nermaltcit, baffber fQofcSfjerr bie einjelnen tgufen (mansi) unb Jütten(casae) gegen SIbgaben unb ©tenfte auSttjat, fo baff erbeim .fjerrenhaufe nur baS befte unb jur Bebauung ambeguemften gelegene Sanb als fo genanntes ©aatlanbjurüefbehiett. ©ine fotdje ©ruppe, beftehenb aus bemJgaupthofe unb ben baju gehörigen fgufen unb Jütten,bilbete eben in fräntif^er 3 e tt eine S3ifta. 3 )

Sie beutfehen fgöfe unb ©emeinberoefen roaren ju©erriöfjS Qtit im Allgemeinen noch in berfetben sßerfaffung,wie fie ©ajjituS befdjreibt. 4 ) 2Öo fid) bamatS an einen tgof

1) ©aber beifit baS Slofter in ber StiftungSurtunbe coenobiumconstructum in Gerrichesheim.

2) ßacomblet, Sfrcbio, fortflefefet non Dr. StB. öarfefj. 9ieuefyolge. 1. 93b. ©. 129.

3) ©eo.rg Subroig oon ÜJfaurer, ©inleitung jur @efd)id)te berfDiarb, .'pof>Sßerf. S. 22 unb 126 ftg.

4) Dtämlid) in feinem ©ebrifteben Germania, ©affetbe ift imffabre 98 n. ©£)*• Derfafit (ad alterum Imperatoris Traiani consula-tum c. 37) unb ■ ift bie ältejte monograpbifebe ©d)ilberung ©eutjeb»laubl unb feiner 93emobner. @§ mar im frühen DJtittefalter aufbeutfdjeni 93obeu mobl betannt; benn e» loirb in ber oon ben jjulbaerSJiöncben SRubolpb unb fDfeginbart im IX. ^abrbunbert gefctjriebenentranslatio sancti Alexandri )tellennieife ausgefdjrieben. Später aberfcbeint e§ au3 ber beulfdjen ßitteratur ganj oerfdpnnnben ju fein;erft Enoc Aesculanus entbedte e§ aroifeben 1457—1460, roabrid;ein=lieb im Stlo)ter fperäfefb. ©iefer ©ober, noch jegt ber äftefte, benman fenni, beruht in ber Vaticana ju SRom unb ift fd^on oft cotla*tionirt roorben.