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23 (1846) Der Scharfrichter oder die Winzerabtei : eine Erzählung
Entstehung
Seite
338
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anfing mie bieS ihrem ^ö^crcn Stange uub ihrer meniger »er*mirtenben Sage junächfl jufarn gefdjalj eS nur i» allgemeinenaber freunbltcfjen Slnfpielungen.

,,©u mußt morgen früh mit uns nach Stalien jieljen," Begannfte, ftdj Me Singen trocfnenb;mein Vater »erlägt Vlonat) in Ve*gleitung beS Signors ®ttmalbi mit bet näcfjfiert SBJorgenfonne unb©u mtr|l uns ®efel(fcijaft leifien."

Sffiohfn ®u millft überall Ijm mit ©tr toenn ich nurmeine Schaube »erbcrgen Fann!"

Sas S3lut flieg in SlbelljeibS Schläfe; ihre älliene ersten berunerfahrenen funfllofcn (5l)tifline fogar imponirenb, als jene mitbet tugenblfaften (Sntrüflung bcS SBeiBeS ermieberte:

Schaube ifl ein äßort, bag bem ntcberen ©eijljals, bem ®e*meinen unb Ungetreuen, nicht aber ®it, ©tt SieBe, gebührt."

O! »erbainme ihn nicht," jlüflerte Shrijline, ihr Slntlih mitben Jfjänben Bebecfenb.®r tuar unfähig, bie Saft nuferer @rm'e*brignng ju tragen, unb mir feilten eher mit Vtiflcib als mit ®e*häfftgfeit »on ihm fprecljen."

Slbelheib fdfmieg unb Befrachtete baS arme jitternbe Vtäbchen,bas ihr §aubt in ihren 33ufen »ergrub, mit trauriger Veflütjung.

ötanntefl ©u ihn genau?" fragte fte letfe, mehr ihrem eigenen©ebanfengange folgenb als bie Vebeutung ihrer S$tage näher ermä*genb.3ch h a M e Qehtofft, biefe 3utüchi»eifnng mürbe ®ir, angetber nnttermeiblichen ätränfung, melche, fürcht ich;, bet SdjmächeunfereS ©efchledjfS unb unfcret Sitten angehört, feinen meiteren©chmerj Bereiten."

®u metgt nicht, rnie füg bem Verachteten eine SluSjeichmtitgifl mie theuer ber ©ebaitfe, geliebt ju fetjn, bencn mirb, meldjeauger bem eigenen engen greunbeSfretfe nur b ev gißneigung unbVerachtung ju Begegnen gemahnt ftnb! ©u marfl immerfrgeFannt,geehrt unb glücflich! ©u fannft nicht miffen, mie theuer bentVerachteten auch nur ber Slnfchefn eines VorjugS ifl!"