Der neue Stil.
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eben dieser ewigen Wahrheit stempeln? — Was meintdenn die Sandrock damit, dass der Schauspieler Schulzeals Carlos wie ein Prinz sprechen muss? Dürft’ ichmir die Frage erlauben: wie soll denn nun Schulzeals Melchthal sprechen? Wie ein Bauer? Nun, dannsind wir ja schon im Naturalismus mitten drin! — Ichverstehe diese Gegnerschaft nicht. Die Herrschaftenglauben alle gegen den Naturalismus zu sprechen underkennen alle seine Forderungen an. — „Erkläret mir,Graf Oerindur“, ich bin zu dumm dazu! — Erstauntwar ich über van Dyck, der sprach goldene Worte.Erfreut über Freiherrn v. Berger, der dem Naturalismuswenigstens seine hohe Bedeutung für die moderneEntwicklung der dramatischen Litteratur und Dar-stellungskunst lässt. Und darauf allein kommt es an.Auf die erziehliche Wirkung, die diese junge, rück-sichtslose Kunstform auf die. kjiliftige künstlerischeGestaltung der Dinge ausübt. Wie ein Sturmwindbrauste der Naturalismus über uns daher und fegterücksichtslos die welken Blätter weg, welche dieEpigonen unserer grossen Klassiker in brünstigemNachschaffungstrieb mit endlosen Tiraden vollgeschriebenund rings die Erde bedeckten, so dass kein HähnchenGrün mehr emporzusprossen wagte; rücksichtslos schlugder Blitz einer geistigen Naturauffassung in die alten,entlaubten Bäume, die mit posenhafter Geberde einerwie der andere ganz egal ihre Arme in alle Wind-richtungen streckten, damit aus dem klaffenden Bisswieder junges Laub hervorzusprossen vermag. — DieJahreswende ist gekommen, es wird wieder einmalFrühling; Avir haben lange genug Winter gehabt.Das Einerlei der schneebedeckten Landschaft musseinmal ein Ende haben; Avir Avollen Avieder Farbensehen. — Dass es dann später Avieder .-einmal WinterAvird, braucht uns jetzt nicht zu kümmern; dass dasLaub, das jetzt den Frühling schmückt, auch einst
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