Der neue Stil
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X. Stella Hohenfels.
Es ist um sie, an den leisen, halben Worten, anden schmalen, knappen Gesten, eine köstliche Stimmung,wie von erstem Frühling, wenn in scheuen Farbendie jungen Blüthen aus den zarten Aesten lugen,ängstlich, sich recht zu entfalten, und empfindsam.Jener träumerische Beiz, der nur so vorüber huscht,wie an den süssen Formen des Chaplin und derMadeleine Lemaire. Nur spröder noch und reiner,unirdisch fast, wie manchmal das englische Roccocomalt.
Ich hin eigentlich ein bisschen verlegen. Ichkomme mir ziemlich albern vor. Als oh ich eine stilleBlume fragen würde, was sie von den neueren Systemender Botanik hält!
Sie merkt es wohl und lacht. Mit jenem heim-lichen nnd verhaltenen Lachen nach innen, das kaumdie Lippen kräuselt. Und dann sagt ihre warme, ver-schleierte Stimme: „Ich weiss eigentlich von allendiesen Dingen nichts. Die schönen Theorien überlasseich den Gelehrten. Dem Künstler können sie nichtviel nützen. Entweder er hat es, dann braucht ersie nicht. Oder er hat es nicht, dann werden sie esihm auch nicht gehen. Die guten Absichten helfennichts. Es muss von selber kommen. Ich nehme ofteine neue Rolle lange und nachdenklich durch undweiss doch nichts Rechtes damit anzufangen. Ich lerneeben den Text und merke mir die Stellungen auf derProbe, und das ist Alles. Aber plötzlich rührt es sichin mir und drängt sich und wächst, und ich habeschrecklich Angst, dass die Zeit nicht mehr reichenwird, und da ist es auf einmal da. Wie und woher,wüsste ich wirklich nicht zu sagen.“
„Sie folgen dabei einfach einem unerklärlichenZwange? Sie haben nicht etwa irgend eine Schönheit
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