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Studien zur Kritik der Moderne
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Der neue Stil.

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drastischer, eindringlicher zu gestalten. Ich verstehenicht italienisch. Aber ich begreife jedes seiner Worte.So mittheilsam und bildlich legt seine malende Mieneund die plastische Kraft der raschen Geste jeden Ge-danken hin. Er redet mit den Händen. Aber nichtwie unsere Schauspieler gerne mit den Händen reden,die durch die üblichen gelernten Griffe aus der Schulenur höchstens den Sinn verwirren. Er redet mit denHänden wie die Maler, die von jedem Worte gleichdas äussere Bild sehen und, um nur überhaupt erzählenzu können und die rechten Wendungen zu finden,unwillkürlich dazu zeichnen und die Linien ziehen, bisdie ganze Situation ihrer Rede in deutlichen Formenaufgestellt ist.

Ich frage zuerst nach seiner Methode — wie ereine neue Rolle packt und von welcher Seite er ansie geht.

„Ich kümmere mich zuerst gar nicht um den Textund kümmere mich auch gar nicht besonders um meineRolle. Zuerst muss ich mir das ganze Werk erklären.Zuerst muss ich die Dichtung empfinden — also inwelcher Schichte der Gesellschaft, unter welchenMenschen, in welcher Stimmung das Ganze spielt. Danntreten langsam die einzelnen Gestalten hervor, wiejeder Einzelne von seinen Eltern her, durch seine Er-ziehung, aus seinem Schicksal ist. Wenn ich ihndann endlich habe, ganz deutlich, so dass ich jedeGeberde sehe und jeden Ton höre, dann suche ichmich in ihn zu verwandeln, meine eigene Natur ab-zulegen und die seine anzunehmen. Eine unermüdlicheBeobachtung muss mir dabei helfen. Ich beobachteimmer. Ich beobachte meine Collegen, ich beobachteSie, ich beobachte den Kellner dort. So sammle ichmir die Mittel des Ausdruckes. Der Text ist danndas Geringste. Der kommt erst ganz zuletzt, oft erstauf der Probe.“