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T h e a t e r.
„Und ändern Sie den Text auch — wenn er Ihnennicht liegt und für die Situation nicht zu passen odernicht auszureichen scheint?
„Mein Gott — das Gedächtniss lässt einen manch-mal im Stich — natürlich . . .“
„Nein, ich meine: absichtlich! Wenn sich Ihnen aus derSituation ein anderes Wort auf die Lippen drängt —“„In einer ernsten Dichtung würde ich das nichtwagen. Selbstverständlich — man spielt auch leichtereWaare, hei der man sich wohl dergleichen erlaubt.“„Das AVesentliche ist Ihnen jedenfalls nicht dasWort . . .“
„Sondern der Charakter, der Mensch — dass ichden Menschen ordentlich auf die Beine bringe — genauso, wie er im Lehen ist.“
„Ohne irgend eine andere Rücksicht, als auf dieWirklichkeit?“
„Ohne irgend eine andere Rücksicht, als auf dieNatur. Die Natur ist unser einziges Gesetz. Das unter-scheidet uns von den Franzosen, die immer mit einemgewissen hergebrachten Mechanismus arbeiten. Diehaben — so viel ich sehen konnte — die haben ganzausserordentliche Künstler, aber es ist immer die Tra-dition, die schöne Linie, der Mechanismus. Manchmalin einem Moment bricht die Natur durch, aber dannkommt gleich wieder die gesuchte Schönheit und daskünstliche Arrangement.“
„Sie fragen gar nicht nach der Schönheit?“
„Im Gegentheil — ich frage gar sein- nach derSchönheit. Nur nicht nach einer conventionellen undaus der Schule übernommenen Schönheit — sondernnach meiner individuellen Schönheit, die ich in mirselber trage, wie meine eigene Aesthetik sie mir gibt.Aber die widerspricht der Wahrheit nicht. Gerade sowenig, wie die selbstverständlichen Concessionen an dieoptique du ibe'ätre.“