Theater.
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allen Mitteln ein unwiderleglicher Schein von Wirk-lichkeit gesucht werden, gegen den auch der findigsteZweifel nichts vermögen soll. Daher jene Mischung vonNicolai und „Sturm und Drang“ in der neuesten Litteratur,welche nothwendig diese neue Schauspielkunst ergebenmusste. Und die armen Dichter brauchen einen ungeheurenAufwand von Kunst und erschöpfen ihre Kraft, umnur endlich im vierten Act das Publikum dahin zubringen, wo sie viel lieber überhaupt erst beginnenwürden. Betrachten Sie nur einmal die Technik derIbsen’schen Werke und vergleichen Sie damit etwaden älteren Shakespeare, das „Wintermärchen“ zumBeispiel, das sich die Exposition der Eifersucht einfachschenkt und gleich mit dem fertigen Resultate ein-setzt — das habe ich Euch im „Othello“ gezeigt,diesmal handelt es sich um etwas Anderes! Aber wodarf denn das heute ein Dichter? Ja, wenn wir einPublikum hätten, das mit dem Dichter geht und sichseinen Absichten fügt! Die ganzen ehernen Gesetzeder Bühne sind eigentlich nichts als Compromissezwischen dem Schwünge des Dichters und dem Publi-kum, das nicht folgen will oder nicht folgen kann/“;/'
„Da kommen wir auf meine fixe Idee eines. Theßired'art. Mit jenem widerspenstigen Haufen geht es'niclit;Aber warum sollen die paar Leute, die es doch aiiclinoch gibt, mit einer ernsten Liebe der Kunst • undeiner aufrichtigen Begierde zur Schönheit — warumsollen denn diese desswegen verzichten müssen? Warumschaffen sich denn, da die anderen Theater nun einmalalle bloss für den Mob sind, die Künstler niclit ihreeigene Bühne?“
„Das Bedürfniss wäre freilich da. Aber ich glaubenicht, dass es Ihnen gelingen wird, die praktischenHindernisse zu überwinden. Ich glaube eher, dass esmit dem Theater überhaupt bald aus sein wird.“
„Die Goncourts glauben das auch.“
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