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Studien zur Kritik der Moderne
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auf Kosten der Schönheit. Sie opfert die Schönheitfür eine desto natürlichere Wirkung.“

„Ja, die Düse!“ — „Ja, natürlich die Düse!“ —„Die Düse ist eben die Düse!“ — Und einer von Denenaus dem Publikum erklärt es mir ganz deutlich:„Dafür ist die Düse ein Genie! Quod licet Jovi, undso weiter, Sie wissen schon! Die Düse ist ein Genie,aber diese Berliner, die nur mauscheln . . .“

„Wer?“ frage ich erstaunt. „Wer mauschelt?“„Aber die Berliner — Alle! Gehen Sie einmalins „Deutsche Theater“ und hören sich das an!“

Einstweilen hat Krastel sich etwas besonnen.Jetzt hat er es. „Ich will Ihnen ein paar Verse sagen,die ich einmal in das Stammbuch eines Schauspielersgeschrieben:

Die Schauspielkunst kann leicht erklärt uns werden:Natürlich sei in Worten und Geberden!

Doch was Natur und wie Natur zu finden,

Das ist der Punkt, den Wen’go nur ergründen!

Da haben Sie in vier Zeilen meine ganze Meinung.Darauf kommt man, wie viel Einer über unsere Kunstsinne und sich bemühe, immer am Ende wieder zurück.Und es wird wohl, denk’ ich, so bleiben.“

Ich gehe dann einsam heim, im hellen Nebel, dergrün vom Monde fällt, und immer tönt der volle Zauberseiner Stimme nach und es drängen sich um michseine heldischen, unvergesslichen Gestalten. Was einerdenkt, ist doch am Ende ganz gleich in der Kunst.Haben muss er’s.

Bloss Eines möclit’ ich gerne wissen: warum sinddie Herren aus dem Publikum gar so böse auf denNaturalismus? Ich wette doch, sie haben noch keinereinen Naturalisten gesehen. Man müsste einmal einenzum Leidinger bringen.