Der neue Stil.
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ist ein spanischer Prinz — das macht doch einenUnterschied. Und wenn der Herr X., statt sich mitseinem Gefühle in einen spanischen Prinzen zu ver-setzen, die Töne und Geherden aus seinem eigenenLehen holt, so hleibt das immer eben der Herr X.und wird niemals ein spanischer Prinz. Es ist dieschlimmste Versündigung an der Wahrheit. Sie erreichengerade das Gegentheil. Das mag Alles vielleicht einbisschen scharf und unnöthig bitter klingen. Aber Siewissen nicht, welcher Missbrauch mit dem Worte Rea-lismus heute getrieben wird. Jeder Anfänger, dernichts kann und ganz gefühllose Töne bringt, sagtEinem einfach: Ja, bitte, das wird jetzt so gemacht,das ist realistisch! Aber an solchen Aeusserlichkeitenverdirbt die Kunst, die nicht leben kann ohne grosse,echte, ungekünstelte Gefühle.“
IV. Fritz Krastel.
Als Meister Sch liessmann Krastel in dasschwarze Reich seiner „Schatten“ nahm, da nahm erihn vom Tische der zechenden Gesellen, mit demschäumenden Pokale. Was Schliessmann thut, ist immerAvohlgethan; der kennt sich aus. Ich will ihm folgen.
Ich könnte auch nicht als der trockene Frager zuihm, der gelassen mit polizistischer Miene notirt. Ichwerde, wenn ich ihn sehe, von ihm höre, leicht einbisschen schwärmerisch. Er weckt mir Erinnerungschöner, reiner, unwiederbringlicher Gefühle. Ich habevon ihm zuerst die grossen Rollen der klassischenDichtung gesehen, an welche der gläubig empfindsameJüngling seine edelste Herzlichkeit gibt, den ganzenSchwung von erster Begeisterung und Liebe. Das ver-gisst man nicht und immer bleibt dem Gemüthe einedankbare Spur.