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T Ii c a t c r.
ja nicht leicht etwas direct hässlich werden. Aberabsichtlich eine schöne Pose suchen — ! Sehen Sie:darum mag ich auch das ganze Gerede von Realismusund neuem Stil, und wie die Sachen alle heissen, nicht.Offen gestanden, ich begreife es gar nicht. Es kommtmir ganz unkünstlerisch vor. Was nützen denn alleVorschriften und Regeln, wie es Einer machen soll?Wenn es Einer überhaupt erst künstlich „machen“muss, wenn er es nicht von selbst, aus der blossenEmpfindung trifft, dann ist er mit allen schönen Grund-sätzen doch verloren. Und glauben Sie mir; das Publikumfühlt das ganz deutlich. Das Publikum verlangt vomSchauspieler, dass er ihm nichts „Vormacht“, sonderndas Avirklich Alles ehrlich empfindet. Darum hört manheute so viele Klagen und die Leute sehnen sich nachder alten Zeit zurück, nach den grossen Namen vonfrüher — Aveil viel zu viel geredet und gekliigelt undgekünstelt und nicht genug empfunden AA 7 ird. Und dannmuss ich schon sagen: auch die neuen Dichter sindschuld, Avelche gerade das Hässliche, das Widerlichesuchen, die Gemeinheit und Niedertracht des Lebens,die es ja gibt, aber gegen die sich doch jede guteNatur wehrt und empört. Man möchte doch geradevon der Kunst vielmehr einen sittlichen Trost, gleich-sam einen Anker, an dem sich die edlen, aber rathlosenGefühle halten könnten. Ich darf das sagen, weil iches selber erfahren habe. Wer bei der Bühne von derPike auf dient, kennt das Leben.“
Wir plaudern dann noch über manches Detail derrealistischen Technik. „Sehen Sie, das halte ich zumBeispiel auch für ganz falsch, dass die Leute jetzt aufeinmal Schiller im Conversationston spielen. Und dasgeschieht im Namen der Wahrheit! Als ob das Wahr-heit Aväre, Avenn der Don Carlos so redet, AA r ie derSchauspieler X. im gleichen Falle reden Avtirde! DerHerr X. ist 1 ein kleiner Schauspieler und der Don Carlos