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Studien zur Kritik der Moderne
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Dei - neue Stil.

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kenne Künstler, die es umgekehrt wollen. Ich kenneKünstler, die den Dichter und sein Werk vielmehrnur als eine Gelegenheit nehmen, sich selber zu gestalten,auszudrücken und mitzutheilen.“

„Das mögen sehr interessante und wohl auchwirksame Künstler sein — vielleicht, ich weiss es nicht.Aber Schauspieler sind sie keine — das weiss ich.Der Schauspieler ist an den Dichter gebunden. Es istsein Beruf, aus dem Geiste der Dichtung zu gestalten.Er gibt gleichsam der Seele des Dichters seinenKörper.“

„Also wenn der Dichter ein Naturalist ist . . .“

„Natürlich — wenn der Dichter auf die Strassegeht, da hilft nichts, da muss der Schauspieler mit,mitten ins Gedränge der derbsten Wirklichkeit. Da-gegen wehren wir uns auch gar nicht. Nur darf manuns das nicht auf einmal als eine ewige Regel fürAlles einreden wollen. Unsere Kunst ist nicht soeinfach. Es gibt keinen alten und keinen neuen Stil,nach welchem das Eine wie das Andere zu spielenwäre, sondern jede Dichtung verlangt nach ihrerbesonderen Weise ihren besonderen Stil. Natürlichliegt einem nicht Alles gleich. Nur soll man dannehrlich sagen: ich spiele die naturalistischen Sachenlieber, weil ich sie besser treffe. Aber nicht — ichtreffe besser den naturalistischen Stil, folglich mussjetzt Alles so gespielt, Alles in die nämliche Schablonegezwungen werden, wenn es auch dem Dichter denMagen umdreht und sein Werk zerstört! Der voll-kommene Schauspieler wäre, wer die Herrschaft überalle Stile hätte, gleich fähig, die schwanken Schattender heimlichsten Träume und alle trotzige Fülle derlautesten Wirklichkeit zu gestalten, genau vde esjedesmal der Dichter will. Sehen Sie die Düse . . .!“

„In der Verehrung und Liebe der Düse treffensich alle Parteien.“

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