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T h e a t e r.
Zeichnung mit, die ein grosses Ereigniss später freilichverändern mag. Wenn Sie Jemanden jetzt das erstemalsehen, so wissen Sie doch gleich: er ist weich, er istgeschwätzig, er ist in kleinen Gedanken befangenoder er ist gross, leidenschaftlich und heftig. Unddiese Mittheilung, die Ihnen im täglichen Leben Jedergleich von seiner Natur gibt, die muss Ihnen auch derSchauspieler von der Natur seiner Rolle geben. Nungibt es freilich Rollen, bei den grossen Dichtern, diesich später gleichsam erst öffnen und einen unver-mutheten Inhalt zeigen, und es gibt andere, die sindwie die Figuren der Bilderbögen: sie haben nur eineSeite und hinten ist Luft. Aber das ist die Sachedes Dichters. Der Schauspieler kann da nichtsmachen.“
„Sie glauben also, dass dieser sogenannte neueStil der Berliner aussichtslos und ohne Zukunft ist?“
„Eine Episode, die ohne Spur vergehen wird.Sie ist überhaupt nur durch Missverständnisse aus derLitteratur über die Schauspieler gekommen. Ich glaube,wir stehen vor einer neuen Kunst, weil wir rings ineinem neuen Leben stellen. Tausend neue Motivedrängen uns. Die verlangen wir auch in der Kunst.Wir verlangen einen neuen Inhalt der Kunst, diesocialen Fragen, wie der Arbeiter heute die ewigenmenschlichen Conflicte empfindet — das ist der Weg.Formale Experimente können uns nicht befriedigen.“
II. Hugo Thimig.
Ein Sonntag, hell und frisch, nach dem Essen,und ich wandere gemächlich, Schwänke im Sinn, durchdas laute, holprige, gelbe Viertel der Mediciner. Esist, wie um mich das elastische Gewühle gleitet, das