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stählernen Stimme, in jeder dieser rauhen, zottigen undalpinen Gesten meldet, kann das nicht leisten. Ihmfehlen die Mittel des Copisten. Gesuchte und ver-blüffende Masken weiss er nicht. Wechsel der Rede»des Ganges, der Geberden ist ihm versagt. Er bringtunveränderlich jedesmal wieder immer nur sich. Erschmiegt sich in keine Rolle; die Rolle muss sich anihn schmiegen. Wenn es nicht möglich ist, ist sie ver-loren. Wenn es gelingt, gibt es die köstlichste Schöpfung.Er ist dann mehr als ein Instrument des Dichters: erschafft neben und mit dem Dichter, von der gleichenHerrlichkeit und Würde. Wie der Dichter den fremdenStoff in sich bringt, um ihn mit dem eigenen Lebenzu rüsten und als Botschaft seiner Seele zu versenden,so eignet er sich die fremde Rolle an, gibt seinenheimlichen Geschmack in sie und spielt auf ihr sichselber, wie auf einer ^wunderbar gehorsamen Geige.Das ist seine Schauspielerei, von einem ganz anderenSchlage als die Schablone der Laien: es ist die Schau-spielerei der alten „Burg“.
Virtuose Künste der Verstellung lind Verwandlung,technisches Geschick und alle feinen Ränke der voll-kommenen Täuschung galten hier wenig, sondern mantrachtete ungemeine, an Schönheit oder Kraft besondereNaturen zu gewinnen, das Fremde von ihnen zu streifen,sie immer deutlicher zu sich selber und in den Besitzder nützlichen Mittel zu bringen, bis sie ohne Restund wirksam ihre echten, sicheren, unfraglichen Gefühleunbefangen zu gestalten wüssten. Nicht durch seltene■-Kniffe und Listen, welche die Nerven verblüffen undden Verstand -vergnügen, sondern durch jdie schöneGegenwart ihrer vorzüglichen Wesen sollten sie wirken.Die gute Nähe ausserordentlicher Menschen wurde ge-sucht. Der persönliche Werth entschied. Die Schau-spieler hatten nichts als immer sie selbst zu sein, dieMittel zu lernen, die ihnen dienen konnten, und die