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Studien zur Kritik der Moderne
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Mounet. Sully.

Ei' spielt verzückt, im Rausche, wie unter Visionen,die heimlich zu ihm murmeln, flüstern, Räthsel raunenwürden. Den Hörer schaudert und er wird an denGlauben der Alten, dass Dämonen um die Künstlerflattern, und an das verschleierte Wort des WilliamBlake gemahnt:Ich bin der Sekretär, die Autorensind in der Ewigkeit.

Grösse, aber romantische Grösse, trotzig, ohneRast und Maass, verdüstert, und eine gewaltsamromantische Grösse, die sich erst durch wildeReize künstlich in Extase treiben muss jetzt wirdman verstehen, dass sein Hamlet unvergleichlich ist.Man kann nach ihm keinen anderen mehr denken.Er hat alle Elemente des dänischen Decadenten, derdoch die Erbschaft an Pflicht, Gewissen und Bestimmungnicht verwindet. Da schwindet jede Spur von Bühne:er spielt den Hamlet nicht, er ist Hamlet. Er istHamlet, wie Kainz Romeo, die Bernhardt Cleopatra,die Sandrock Rebekka West ist: die definitive Erschöpfungder Gestalt. Er ist Hamlet, weil Hamlet eben er ist,alles hat, was in ihm ist, nichts hat, was in ihm nichtist. Dieses Wunder trifft er sonst nicht Avieder. Nuretwa sein Oedipus und Ruy Blas dürfen sich messen.Das soll nicht heissen, dass er in anderen Rollenschlecht ist. Man fühlt es eher, als wären die Rollenschlecht, zu enge und gering, ihn zu fassen. So sehrweicht der Dichter vor diesem Schauspieler zurück.Vollends in das moderne Stück will er nicht passen,Avie Avenn man einen Centauren vor eine Droschkespannte. Er braucht Kostüm, das Keiner natürlicherund freier trägt, mit solcher Harmonie der Gestenmit den Falten, Avie eine Haut. Im Frack scheint erverkleidet und die Aeusserungen der täglichen, vulgären,bürgerlichen Gefühle sind ihm versagt. Er ist einRiese, der SchAVung und AVeite braucht.