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Studien zur Kritik der Moderne
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Die Düse.

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nur der Kern des Künstlers wirkt. Wenn er diegemeine Sprache redet, die wir selber haben, hörenwir nicht. Aber es ist möglich, dass ein Künstlerdie übliche Sprache nicht brauchen darf. Man denkeetwa einen, der das E oder S nicht sprechen kann.Dann müsste er nicht nur für das Persönliche seineneuen Worte bilden, sondern auch für das Gewöhnlicheeine ungewöhnliche Sprache suchen, weil die üblicheihm versagt wäre.

Das ist der Fall der Düse. Sie hat das R. und Sder schauspielerischen Sprache nicht. Sie kann dieüblichen Dinge nicht in der üblichen AVeise sagen,weil ihr die üblichen Mittel fehlen. Mängel des Leibeshindern es. Ihr Besitz an Linien und Tönen reichtnicht. Die normale Technik ist auf eine normaleSchönheit gestellt, die sie nicht hat. Ihre Kehle, ihrRücken, ihre Arme sind anders. Desswegen wirft siedie ganze A r ergangenheit der Schauspielerei weg undschafft sich andere Zeichen, die aus ihren anderenMitteln kommen.

Aber jetzt merke man die Folgen. Nur das Per-sönliche wirkt. AAur sind gewohnt, Persönliches zuvermuthen, wenn wir neue Zeichen finden. AVir wissen:während der Künstler die gemeine Sprache spricht,gibt er auch noch immer nur die gemeinen Dinge:wenn er an das Eigene kommt, melden es neue AA r orte.So glauben wir: wie neue AA^orte sich melden, ist auchschon das Persönliche da. Aber sie muss, weil sieandere Mittel hat, auch das Gemeine in neuen Wortenbringen. So scheint sie immer persönlich, und dieserSchein wirkt, wo die Anderen nicht wirken können.Das ist ihr Geheimniss.

AVenn ein AViener Genie zu mir kommt, wird esdie ersten zwanzig Minuten nicht wirken. Es klopft,wie Alle klopfen; es grösst, wie Alle grüssen; es sitzt,wie Alle sitzen. Es hat die üblichen Sitten, wie