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T li e a t c r.
Und endlich: ich habe 1889, als sie im Varietesgastirte, durch eine ganze Woche täglich die „Camelien-dame“ der Bernhardt gesehen, und täglich wuchs dieWirkung. So ist es mir mit dem Götz des Baumeister,mit dem Borneo des Kainz, mit dem Hamlet des Mounetgegangen. Man muss sie immer wieder sehen, gründ-lich kennen — dann wirken sie erst ganz. Die Düsehat mir jene erste Wirkung der Clotilde nicht mehrgegeben. Wenn ich von ihr eine Bolle das vierteoder fünfte Mal sehe, will sich in mir nichts mehr regen.
Wie soll man das erklären? Die Gabe, manchein Taumel, Verzückung, Extase zu bringen. Aberdie besten Wirkungen immer in den schwächsten Stellender Dichtung. Und endlich auch bei den Empfäng-lichen eine unaufhaltsame Ernüchterung, fast Beschämung,als hätten sie sich thöricht täuschen lassen. Wie kannes sein ?
Ich habe lange gesonnen, um mir über sie undüber mich selber klar zu werden. So bin ich mirüber manchen Punkt der Schauspielerei klar geAvorden,der sonst dunkel war. DessAvegen Avill ich sagen, Avasich jetzt denke, Avenn es auch freilich noch jungeGedanken sind, Avelchen die letzte Gestalt fehlt.
Ich glaube: Das Geheimniss der Düse ist dieTechnik, die sie hat, und sie hat eine Technik derschlechten Mittel.
Jeder Künstler bringt immer zAvei Dinge. Erbringt sich, aber das sind ZAvei Stücke. Ein Stückhat er mit den Anderen gemein, das andere hat erfür sich allein. Dieses, das Persönliche, muss er inseine eigenen Formen bringen, die er aus sich holt.Jenes, das Gemeine, findet alte Formen, die er vonden Anderen nimmt. Jede Kunst hat ihre üblicheSprache. In dieser Averden die gemeinen Dinge gesagt.Die persönlichen verlangen neue Worte, die der Künstleraus seinem Gefühle prägt. Diese erst Avirken, weil
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