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Studien zur Kritik der Moderne
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Die Düse.

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der Natürlichkeit, die Schwäche mit katzenhafter Graziepaare, und zog das Fräulein Poppe vor.

Den Franzosen, die sie sahen, konnte sie gar nichtgefallen. Der gute, dicke, alte Sarcey meinte: «Unepetite feinme de race, mais qui na pas decole.» Die Collegenvon der Comedie schüttelten sich verwundert, undwollten die Wiener nicht verstehen, weil sie ja sicherlichManches könne, aber doch keine Künstlerin sei. Diegrosse Sarah, die gerne bewundert und immer loht,sagte: «Une comedienne excellente, mais qui manque degenie.» So hiess es auch in England, dass sie ver-ständig zu wirken wisse, aber zu den Grössen derKunst sich doch nicht zählen dürfe.

Das quälte mich. Zweifel kamen. Es wollte mirnicht stimmen. Ich traute meinem Gefühle nicht mehr.Ja ich hatte von ihr einen Rausch. Andere Künstler,andere Kenner hatten einen Rausch. Die Menge hatteeinen Rausch. Aber ich musste mir doch sagen, dassHarden, Sarcey, die Bernhardt sich auch auf Schau-spielerei verstehen. Was war da? Es liess mich nichtmehr aus. Ich wusste es nicht zu deuten. Es schienwunderlich.

Und jetzt merkte ich allerhand, als ich ihreWirkung an mir selber wieder prüfte, revidirte. Dawaren manche Räthsel. Wunderlich schien auch, dasssie wirkte, wo die Anderen nicht wirken, aber versagte,wo die Anderen erst beginnen. Und wunderlich schien,dass ihre Wirkung, statt zu wachsen, allmälig wich.Da war etwas nicht in Ordnung.

Sie spielt die zwei ersten Acte derCameliendamewirksamer, als die Bernhardt, aber in den grossenScenen des dritten und vierten Actes ist mir die Sarahlieber. Sie macht mit den Niaiserien der Francillonmehr, als die Sandrock, aber in der Entscheidung,wenn es den grossen Schlag gilt, ist mir die Sandrocklieber. Das fand ich an jeder Rolle.