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Studien zur Kritik der Moderne
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wer das wagt, muss sein- unwissend von der Malereisein; wer es sicli gefallen lässt, muss sehr indifferentin der Kunst sein; jede winzige Sammlung hei Gurlittoder Goupil ist doch reicher; ich hätte nicht gedacht,dass die Leute hier so dumm sind. So würde derFremde sagen, der von den Wiener Dingen nichtsweiss, wenn er durch diese wirre, rathlose, die Zeitverleugnende Ausstellung geht. Aber wer ein bisschendie Wiener Dinge kennt, spricht anders. Er versteht,dass diese Ausstellung nicht eine Dummheit, sondernein mit Fleiss gesuchtes Werk von kluger Rechnungist, das vielmehr Bewunderung verdient.

Allerdings, sie ist die Karikatur einer Ausstellungvon heute. Was heute in der Malerei gilt und bedeutet,alles Wesentliche wird von ihr versteckt. Nur derTross, der hinter der Entwicklung läuft, ein paarLakaien, die den Grossen folgen, sind hier. DieHolländer allein versuchen in deutlichen Beispielen,durch Israels, Mesdag, Koster, Breitner, Koning, denStand ihrer Kunst zu melden, wenn auch leider Toropfehlt, und einiges Englische verdient Achtung, Orchardson,Herkomer, die böcklinische Marianne Stokes, Millaisund AValter Grane, wenn auch freilich die Gipfel fehlen:Burne-Jones, Watts, Strudwick, Melville, Lavery undder Meister aller Meister, Whistler. In Spanien sindalle Trompeter der alten Schablonen da, aber die drei,die was können, Pradilla, Checa und der köstlicheGandara fehlen, ln Belgien, wo, um nur mit Nothzu füllen, der Barnayite Lybaert wieder seine heiligeElisabeth hat, die schon 1882 hier war, fehlenStevens und der grosse Khnopff. In Amerika fehlenStewarts bunte Analysen des Mondänen, Dannatsspanische Künste und die Virtuosen des Lichtes, Harrison,Sargent und Dewing. Die nordische Ehre retten derglitzernde Thaulow, die Ancher und Salmson, derschwedische Liebermann, aber es fehlen Bergh und