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Studien zur Kritik der Moderne
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Malere i.

wichtig, um verkannt zu werden gerade diesen raschenAtheni der Menschen und der Dinge malt Whistler.

Eugene Carriere, der erst seit 1889 Buhrn hat.Er malt die schmalen Freuden, stillen Kummer kleinerLeute, die ängstlichen, leisen, scheuen Zeichen vonverhaltenen Gefühlen, ein bleiches Fältchen an müdenLippen, das Sinnende des Blickes, flehentliche Gesten,und malt Alles immer wie in Bauch und Nebel. EinWitzbold hat gefragt, ob er denn in einer Dampfkammerschaffe ? Die Formen vergleiten, es scheint Hauch undDunst, der gleich entrinnen wird. Was an einem Bildefür unerlässlich gilt, verschweigt er. Geringes, Nichtiges,Vergängliches, das sonst nicht geachtet wird, hält er.

Forain. Der grösste Zeichner der Franzosen, derjetzt auch die legion dhonneur empfing. Den könnteman ja noch etwa unter die Naturalisten rechnen,weil er in derben, rauhen, grausamen Griffen dastägliche Leben packt; aber man könnte ihn auchunter die Symbolisten rechnen: wenn er einen Bankierzeichnet, wird es immer gleich das ganze Kapital. Ergibt nur den Zug, der entscheidet: vom Viveur nichtsals die wüste Linie des schlaffen Bauches, und denstumpfen Bücken der Dirne und die verkümmerte Brustder hysterischen Tugend.

Edward Burne Jones. Er malt nur die Augen.Der Best von diesen hageren, primitiven, schmerzlichenGestalten, oft in trübes Grau versunken, oft in buntenFlammen, ist decorativ. Alles Wesen gibt er in dieAugen, die jeden Hunger der Erde, jede Gnade desHimmels sagen.

Khnopff, der in Brüssel lebt. Alles grau, düster,verhängt, in Bauch und Nebel, Bäthsel. Man weisses nicht zu deuten. Aber seltsame Dinge, eine wunder-lich gestreckte Gerade oder ein dumpfer Fleck, derkeinen Sinn hat, geben Stimmungen, die bleiben. Esist, wie wenn ein tiefer Geist aus bösen Träumen lallte.