Neue Zeichen.
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sie? Bei uns, wo man die Bildung aus den FliegendenBlättern holt, wird ja noch immer geglaubt, dass sienaturalistisch ist. Nur einige, die ganz Gescheidten,haben wohl auch schon einmal vom Symbolismus läutenund trommeln gehört. Aber Begriffe fehlen.
Die rauhe Malerei der Wirklichkeit, der gemeinennackten Wahrheit von der Strasse, ist schon wiedervorbei. Aber auch über die hageren, hektischen undfrommen Träume nach Puvis de Chavannes drängendie Jungen heute weg. Anderes schwellt ihre Triebe.Sie ringen und können die Losung nicht sagen. Siewissen nur einige Namen, die ihre hange, irre, frag-liche Hoffnung stärken. Whistler, Carriere, Forain,Burne Jones, Khnopff sind diese Namen.
James Mac Neil Whistler. Ein Amerikaner, derin London lebt, der Menge durch heftige wilde Schrullenverhasst, welche geflissentlich die Sitte gern beleidigen,stolz, herrisch, einsam, mit einem herrlichen Dünkeldes Künstlers, den er wie einen erlauchten Priester,wie einen Kaiser über die Menschen hebt. Das Bildseiner Mutter, das jetzt im Luxembourg ist, und derSarasate, der 1886 im Pariser Salon, heuer in derAusstellung der Craftonstreet war, sind bekannt. Mankann da von Naturalismus nicht sprechen, weil sie nurwie gespenstische Scheine, wie Schatten wirken, wiehastige Gedichte, die von schwülen Lippen im Flugeverdampfen, mit jenem unsäglichen Leuchten, das dietiefe Dämmerung hat. Aber man kann auch vonSymbolismus nicht sprechen, weil sie nicht Träume,sondern das Lehen geben, freilich ein entleibtes Lehen,gleichsam nur seine Seele, die fliegt. Es ist, wie manoft Einen schildern möchte, viele Zeichen nennt, abersich wieder berichtigen muss: „Das Alles ist es nicht,sondern er hat vielmehr ein gewisses Etwas . . . einich weiss nicht was . . . etwas Unaussprechliches, unddennoch Unvergessliches, zu flüchtig, um erhascht, zu
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