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Studien zur Kritik der Moderne
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Academy und die New Gallery und endlich allerhandvon den belgischen Symbolisten gesehen. Da ist mirdas Wunderliche wieder passirt, dass die nämlicheKunst, der nämliche Stil, ja das nämliche Bild aufdie nämlichen Sinne, die nämlichen Nerven an jedemOrte anders wirken. Hier gefällt, was dort beleidigt;dort verschwindet, was hier bedeutet; der nämlicheGeschmack stellt hier andere Fordeningen, gibt hierandere Entscheidungen als dort. Jedem Lande scheintsein besonderes Maass der Schönheit eigen, das Jeder,ohne es selber recht zu merken, wie ein unvermeid-liches Gesetz empfängt. Die nämlichen Werthe geltenanders.

In Wien prüft man, ob der Maler das Malengelernt hat, mit Schmerzen, ein wenig oder gar nicht.Wer da könnte, was er will, zählte schon unter dieGrossen. Wenn einmal, während rings das elendeVermögen hinter der entlaufenen Absicht hinkt, Wunschund That sich träfen, würde man vor dem Wunderverweilen. Wo ein Herr der Technik wäre, der dürfteMeister heissen. Nach der Näherung an dieses Ideal,das heute sich keinem gewährt, werden alle geschätzt.Technisch gut zu malen das ist die Forderung, beiuns und in Berlin.

In Paris setzt man voraus, dass der Maler malenkann. Das ist dort selbstverständlich. Sonst lässt manihn gar nicht zu. Alle kennen das Metier. Was Einerwill, das muss er auch vermögen, und so schlecht, ander Vergangenheit oder gar an den scheuen Begierdender Zeit gemessen, so schlecht dieser alte Salon imPalaste der Industrie heuer ist, er wäre nach jenenWiener Begriffen, welchen die technische Güte genügt,vortrefflich; vor jedem Bilde müsste der Wiener halten,weil jedes ohne Einwand ist. Aber dort wird gefordert,dass der Maler einer für sich und ein Entdecker sei,der Neues bringt, sein besonderes Gesicht der Menschen

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