Bildende Kunst in Oesterreich.
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er schafft, immer das ewige Geheimniss ergreift, dassnichts aus dem Kopfe erdacht, Alles aus dem Gefühleerlebt ist. So kommen wir auf die Kunst und wasdas in Oesterreich für ein Elend ist. Aber wie sollman helfen? Davon wird — ein bisschen im Zickzack —mit Eifer geplaudert.
„Mein Gott! Alles Keden ist ja umsonst und nütztnichts. Mit den besten Gedanken kommen wir nichtvorwärts. Die Leute kümmern sich nicht um die Kunst,und die Künstler leben so dahin, jeder für sich, undarbeiten brav und fleissig — ja, gewiss! Aber schreck-lich mittelmässig. Was uns fehlt, ist ein grosser Maler.Das wäre die Hauptsache. Ein grosser Maler, der zu-gleich eine bedeutende und mächtige Natur ist, diedie Leute packt, und ein gutes Kind dabei, das jederlieb haben muss — wie der Makart war, so einenbrauchen wir. Da möchten sich die Leute gleich wiederfür die Kunst interessiren, da war’ eine Anregung fürdie Künstler da, da war’ erst wieder ein Leben!Freilich, einen Makart findet man nicht so leicht. Aberman müsste halt suchen. Man hätte schauen müssen,den Lenbach zu gewinnen. Ich weiss, er hat auch seineFehler. Er hätte eine Menge Feinde. Aber das machtnichts. Er ist doch wenigstens wer. Und er wär’ diegrosse Persönlichkeit, an der man sich nicht vorbei-drücken kann. Er möchte das Ganze schon aufmischen.So einen brauchen wir. Alles Andere kommt dann vonselber. Davon wollen die Maler natürlich nichts hören,weil sie ihren eigenen Vortheil nicht verstehen. Sieglauben, das könnte ihnen schaden, und sie möchtendaneben eine schlechte Kolle spielen. Gerade im Gegen.theil! Es würde jedem Einzelnen nützen. Das hatman ja zur Zeit des Makart gesehen. So einen findenwir freilich nicht wieder: denn da hat es keinen
Widerstand gegeben — der war wie ein Wunder —man kann’s gar nicht sagen; eben wie einer von den
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