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Studien zur Kritik der Moderne
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M :i 1 e r e i.

unverdrossen schlichte Kraft- die trägen Stolle zwingt ;man mag sich an die proletarischen Bilder des Rollerinnern. Aber über der Notli des harten Kampfeslacht von den Büsten herab, die sich drängen, einestille Heiterkeit und edle Anmuth, wie ein leichterFlug aus allen irdischen Banden in die selige Freiheitdes Schönen. Es sind auch gleich zwei Symbole derbeiden Stimmungen da. Das mächtige Denkmal desWerndl wächst, und die himmlisch schlanke Graziedes Mozart ist daneben.

Man fühlt sich gleich heimisch. Man merkt, dassder Meister die Pose nicht kennt. Hier ist nichts fürden Fremden, für den Gast gerichtet. Das Theatervor dem Besuche, welches die Franzosen gerne üben,die Potemkin’sche Künstlerschaft der modischen Ateliersfehlt. Er gibt sich ohne Zwang, ungebunden, nurdem Gefühle, jeder Laune, jeder Anwandlung gehorsam,wie ein argloses Kind, das Verstellung, bedachte Haltungnoch nicht weiss. Er ist sehr wienerisch in seiner Art,in den schnellen, mit Eifer malenden Geberden, dieaus jedem Worte gleichsam kleine Puppen kneten, inder drastischen Rede, welche Bilder und Vergleichehäuft, die verbrauchten blassen Wendungen des üblichenVerkehrs lässt und aus der urwüchsigen Sprache desVolkes schöpft. Aber man hört in den derben Sätzenimmer den hellen Schlag einer edlen Begeisterung, desgierigen Dranges nach der Schönheit durch. Er istwie seine Kunst: schlicht, wienerisch und edel. Siekommt ohne Muster, ohne Absicht, ungemacht aus demGemüthe, trägt allen holden, weichen Reiz in sich, derunserem Volke gehört, und weiss ihn durch die Gnadeeiner reinen und seligen Natur zu verklären.

Ich darf die trotzigen Arbeiter, die für denWerndl gehören, und darf den Mozart bewundern under zeigt mir allerhand : Büsten, ein Grabmal, Entwürfe.Ich sage ihm, wie mich an dem kleinsten Werke, das