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Studien zur Kritik der Moderne
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und auf den Wink gehorsame Hände nur die eigeneNote fehlte ihm. Er wusste selber Nichts zu sagen;er musste es sich von Anderen leihen, aber dannschlüpfte er geschmeidig in sie und diente mit seinenMitteln ihrer Natur. Er hatte Alles, was zum Künstlergehört, nur keine persönliche Künstlerschaft. Darumwar er der grosse Lehrer.

Der Lehrer sei Psychologe, der fremde Naturen,wenn sie selber noch irren und schwanken und sichnicht finden, schon aus ganz kleinen, leisen, unschein-baren Zeichen zu vermuthen, zu errathen und zu sichzu bringen weiss. Er sei, was die Franzosen einenDilettanten nennen, der ohne persönliche Entschieden-heit der Gefühle geschmeidig sich selber verlässt, inAndere schlüpft und ihre Nerven, ihre Sinne annimmt.Er sei Techniker, der über alle Mittel verfügt, welchein der Geschichte der Kunst die Einzelnen bereitethaben. So war Piloty. So ist Julian in Paris, derdie Bashkirtseff und die Breslau bildete. So müsstenan der Akademie, wenn sie ihrem Berufe, den sieheute kläglich verfehlt, genügen soll, die Lehrer sein,Interpreten und Pädagogen von Kunst, nicht Künstler.

III. Die Kunst und die Künstler.

Der Staat versäumt die Erziehung der Laien.Die Akademie versäumt die Erweckung der Künstler.Niemand lernt eine persönliche Empfindung der Menschenund der Dinge. Niemand lernt die Mittel, sich selberauszudrücken, mitzutheilen. Die Laien, an das guteGlück gewiesen, das sie etwa einmal vor dieses oderjenes Bild bringt, gewinnen nur so ein Ungefähr vongrauer, schwanker, unentschlossener Meinung. DieKünstler erwerben nur die gemeinen Mittel der Schablone.Das Persönliche fehlt, das persönliche Wollen und das