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Studien zur Kritik der Moderne
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Bildende Kunst in Oesterreich.

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erkennen, sind viel schlimmer. Sie begreifen, dassjeder seine besondere Wahrheit und Schönheit hat,und möchten dem Schüler gern zu einer eigenen helfen.Aber es gelingt ihnen nicht, weil sie doch selberKünstler sind, die nicht aus sich heraus und sich nichtvergessen können. Alle Mühe nützt nichts. Sie rufenumsonst die Natur an, die sie doch gleich wieder mitihrer persönlichen Note fälschen uud während sie denSchüler ehrlich an der Natur zu erziehen glauben, istes doch wieder nur ihr eigenes Temperament, das sieihm zeigen. Sie gehen vor, seine Malerei nicht anihrer Malerei, sondern an der Natur zu corrigiren,aber es ist eine unvermeidliche Folge ihrer Künstler-schaft, dass sie die Natur nur in ihrer Malerei undüberall in der Natur nur ihre Malerei Anden. Siewirken noch schädlicher als die Anderen, weil derSchüler die Gefahr nicht merkt. Wir haben ein Bei-spiel an einem vortrefflichen Künstler und aus-gezeichneten Menschen, an Leopold Müller, der wie keinAnderer die Pßichten des Lehrers verstand und dochdie Schüler verdarb, weil er sie unbewusst immerdressirte, mit Miillerschen Augen eine MüllerscheNatur zu sehen. Verstand und Wille können da ebennichts; der rechte Künstler wird nie ein rechter Lehrer.

Man rede nur mit den Schülern von Munkacsy.Man frage Angeli, wie er sich als Professor gefühlthat. Man denke sich Makart als Lehrer. Der Künstlerist Einer für sich. Der Lehrer soll für die Anderensein. Der Künstler sei unabänderlich und entschieden.Der Lehrer muss sich für jeden Schüler wieder ver-wandeln. Der Künstler zwingt herrisch Alles unterseine Natur. Der Lehrer soll den Anderen zur Freiheitdienen.

Ein Lehrer war Piloty. Er hat Makart, Defregger,Gabriel Max und Benczur gebildet. Er hatte Alles,was zum Künstler gehört: den technischen Verstand

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