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Studien zur Kritik der Moderne
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Bildende Kunst in Oesterreich.

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vergisst und ihn annimmt, um aus ihm heraus seineBedürfnisse zu schätzen und mit der gehörigen Technikzu rüsten. Und kein Künstler kann selber je ein solcherPsychologe sein. Die Pflicht des Künstlers, für sichbesonders zu empfinden, und diese Pflicht des Psycho-logen, nach Anderen und aus Anderen zu empfinden,sind unverträglich.

Man muss einen Künstler nur sehen, wie rathlosund verlassen jeder vor dem Bilde eines Anderen ist.Ein Laie findet sich viel eher zurecht. Der Laie,wenn er halbwegs verständig ist, fragt:Was will

denn das Bild eigentlich, was ist offenbar seine Ab-sicht, was soll es ? Und wenn er aus den Farbenund Formeu und etwa noch aus den Erklärungen desKünstlers die Absicht vernommen hat, wird er sagen:Ja schön, aber da müsste, damit es deutlich undwirksam werde, Dieses doch anders sein und dann fehltmir noch Jenes. Er geht wenigstens auf den Sinndes Künstlers ein und misst die Arbeit an ihrem Plan,was sie will und was sie kann. Aber der Künstlerfragt vielmehr:Was muss an diesem Bilde einesAnderen geschehen, damit es ein Bild von mir wird?Er sieht sofort, was er selber aus dem Thema gemachthätte, und dieses eigene Bild ist die Vorschrift, nachwelcher er das Bild des Anderen corrigirt. Es liegtin seiner Natur, eben weil er eine besondere unab-änderliche Empfindung der Dinge für sich hat, keineandere gelten zu lassen. Es liegt in seiner Natur, nichtüber sich hinaus zu können. Es liegt in seiner Natur,dass er Alles in die eigene Subjectivität zwingen will.Er wäre kein Künstler, wenn er sich in eine fremdeEmpfindung fühlen könnte. Er wäre kein Künstler,wenn er ein Lehrer wäre.

Je eigener Einer seine besondere Welt für sichallein hat, je heftiger dieses Gefühl in ihm nach aussendrängt, und je naiver er es empfindet, als etwas ganz

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