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Malere i.
Sache nur nicht den rechten Personen an vertraut wäre.Das ist ein ganz guter Instinct, wenn er auch freilichdie Spur dann gleich wieder verliert, und vorbei schlägt:denn es sind nicht die einzelnen, gerade der Herr Xund der Herr Y, sondern die Gattung ist schuld,welche an die Schulen der Malerei berufen wird. Mannimmt die Lehrer der Kunst immer aus den Künstlern,und gerade Künstler dürften sie niemals sein, allesAndere eher.
Ich glaube, das ist der Fehler der Akademie, dassdie Lehrer der Kunst dort Künstler sind, weil, wasder Lehrer soll und was der Künstler muss, sich durch-aus nicht vertragen mag. Gerade den Beruf desLehrers kann die Natur des Künstlers nicht leisten.Eines schliesst das Andere aus.
Was soll denn der Lehrer? Mit der Kunst istes ja nicht wie mit einer Wissenschaft. Er kann sieKeinem gehen, der sie nicht schon hat. Sie ist dasVermögen, Einer für sich und besonders zu sein,anders als die Anderen, von einer eigenen Empfindungder Natur, mit einer vision particulüre der Menschenund der Dinge. Das kann nicht gelehrt werden, nichtgelernt werden; wenn es einem Anderen übertragenwürde, wäre es eben schon wieder verloren. Die Kunstmuss im Künstler sein. Der Lehrer soll ihm nurhelfen, sie zu finden, sich ihrer recht bewusst zu werden,alles Fremde zu scheiden, das Persönliche in einewirksame Formel zu drängen und die rechten Mittelzu gewinnen, welche es ausdrücken und mittheilen,aus ihm heraus und in Andere hinein. Der Lehrersoll ihm nur die technischen Behelfe reichen, welchegerade seine Natur verlangt. Der Lehrer soll nur derkritische Verstand des naiven Künstlers sein.
Das ist es, was jeder Künstler braucht. Und dasist es, was kein Künstler vermag. Jeder Künstlerbraucht einen Psychologen, der in ihn geht, sich selber