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Studien zur Kritik der Moderne
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Bildende Kunst in Oesterreich.

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Laien eine stille, sichere Bildung zum G-enuss desSchönen gewährte.

Ich möchte jetzt ein bisschen von der Akademiereden, welche sehr verlästert wird, als eine schlimmeGefahr und Schande für die Kunst, und möchte über-legen, oh sie nicht am Ende ganz leicht in etwasNützliches zu verwandeln wäre.

Man schimpft viel auf die Akademie. Nicht blossdie jungen Stürmer, die überhaupt den Zwang undjede Schule verachten auch besonnene und reifeLeute schmähen sie. Und man hört immer wieder dieGeschichte von Makart, der als unfähig entlassenwurde, ein recht deutliches Beispiel, wie sie, statt zufördern, zu entfalten, nur verkennt und hemmt. Dochmag sie sich trösten: es geht anderswo nicht besser;die Schulen sind überall im Verruf und überall klagendie Künstler über die verlorene Zeit. Sie sagen esin Paris, Berlin und München fast mit den nämlichenWorten.

Ueberall tadelt man die Schulen und die Schulendauern doch überall. Jeder schilt, aber Keiner wagtdie Meinung, dass man sie entbehren könnte. Geradein der bildenden Kunst ist das Technische so wichtigund sein Erwerb ist so schwer, dass der Einzelne dieFührung durch erfahrenen Rath kaum entbehren kann,wenn er nicht lange irren und viele Kraft vergeudenwill. Der Grosse wird sich freilich auch ohne Hilfefinden: er schafft die Mittel selbst; aber er muss esmit manchem Opfer an Hoffnungen und Plänen bezahlen.Kleines, zärtliches und dürftiges Talent gar, das dochzu erfreulichen Thaten geleitet werden könnte, ver-kümmert ohne Schule.

Das fühlt Jeder, und darum wird der Kampfnirgends sachlich, gegen die Akademie, sondern überallimmer persönlich, gegen die Akademiker geführt, alsoh eine sonst lobenswerthe, heilsame und unentbehrliche