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Studien zur Kritik der Moderne
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Jetzt haben die Maler sich endlich besonnen, dieFranzosen und Whistler voran, die gefangene Farbeaus der braunen Kruste, dem grauen Schleier lösend,aber dann auch tapfere Deutsche. Whistler in ver-wegenen Tliaten wie in drastischen Redennurder ist Maler, der aus dem Zusammenklange farbigerMassen die Anregungen für seine Harmonien schöpft.So nennt er Bilder: Harmonie in weiss, Note in blauund opal, Nocturne in schwarz und gold. Und erträumt eine glückliche Zeit,wenn einmal das Publikumgar nicht mehr Gegenstände verlangt, sondern nur anTönen, an zusammenklingenden Farbenverbindungensich sättigt keine Figuren, keine Landschaftenmehr, nur Klänge! Man denke an Ludwig v. Hofmannund Edvard Munch.

Es fehlt jetzt nur noch, dass der Laie dem Malerfolgt. Der Maler hat gelernt, malerisch zu schaffen.Jetzt muss der Laie lernen, malerisch zu gemessen.Dann haben wir wieder Malerei. Es mag freilich nocheine Weile brauchen, Aveil Avir durch Pedanten verbildet,auf die Linie gedrillt sind. Da Avird dieses deutlicheund beherzte Buch mit guten Diensten helfen.

2 .

Bildende Kunst in Oesterreich.

I. Die Kunst und der Staat.

Als ich von langer Wanderung durch EuropaAvieder nach "Wien kam, mit fremden Sitten vertrautund darum für die heimischen erst empfänglich, dahat mich schmerzlicher nichts erstaunt, als dass es