Don Jii a n Vale r a.
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Don Juan Yalera.
Clarin, ein kluger und geschickter Kritiker, hatvon den Spaniern einmal gesagt: «En fin, soinos unosfilösofos peripatoticos, sin filosofia. Aristoteles meditabapaseando, nosostros paseamos sin meditar: esa es la imicadifferencia entre esta Espana y aquella Grecia.»*) DasWort ist nicht bloss hübsch. Es ist sogar wahr. Beiallen Dingen müssen die Spanier immer „gehen“, undsie liehen es, promenirend zu verhandeln. So siehtman sie, wenn es das Wetter irgend erlaubt, in beweg-lichen und flinken Gruppen auf der Puerta del Sol,dem grossen Platze von Madrid, republikanische Mein-ungen tauschend, Frascuello rühmend, den unbezwing-lichen Sieger über die Stiere, und gefährliche Abenteuerder Liebe mit List besinnend. So sieht man sie imAteneo, dem Casino der Politiker und Litteraten, denlangen Gang unermüdlich auf und ab, unter den alten,dunklen, feierlichen Bildern berühmter Menschen vomStaate und von der Kunst, mit wichtigen, erwogenenKeden und jenen edlen, runden, königlichen Gesten.So sieht man sie unstät durch die Theater hin undher; denn auch die Kunst gemessen sie ambulant undpflegen die Sitte, jeden Abend zwei, drei Theater zubesuchen, jedes auf einen Act; ja, wenn sie ins Cafegehen sogar, gehen sie eigentlich immer bloss auseinem Cafe in das andere. Ich habe selten mehrBewegung gemacht als in jenem schönen, etwas kalten
*) „Wir sind eben peripatetisehe Philosophen, nur ohnePhilosophie. Aristoteles grübelte, indem er spazieren ging; wirgehen spazieren, ohne zu grübeln. Das ist der einzige Unterschiedzwischen jenem Griechenland und unserem Spanien.“