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Studien zur Kritik der Moderne
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L i 11 e r a t u r.

sämmtlichen AVerke nach, einen Band von etwa hundert-fünfzig Seiten, Paris 1893, bei Lemerre. Den andernTag kam Zola, der seine Rougon-Macquart in einemOmnibus brachte. Die Akademie zögerte nicht zwischenHerrn von Heredia und Zola. 1895 wird der Dichterwieder an die Arbeit gehen und ein neues Sonett be-ginnen. Der Scherz war hübsch, aber er war nichtneu. Er stickte doch nur den Satz des Lemaitre:Herediahat die Originalität, zugleich beinahe unedirt und beinaheberühmt zu sein. Aber da hätte er, wenn er sichschon so belesen erinnerte, auch das Wort des Gautiernicht vergessen dürfen, der dem jungen Dichter sagte:Heredia, ich liebe Dich, weil Du einen exotischenund sonoren Namen hast und weil Du Verse machst,die sich krümmen, wie heraldische Schnörkel.

In diesen zwei Sprüchen ist das ganze Wesen desbunten, üppigen nnd tropischen Poeten. Seine Versesind wie sein Name. Das genügt ihm auch. Er willsonst gar nichts. Sie sollen nur Klang und Farbehaben, wie sein Name. So ist er der edelste Fall ausder Aesthetik desParnasse.

Coppee hat einmal die Anfänge desParnasseerzählt und Catulle Mendes hat seine Geschichte ineinem lieben und zärtlichen Buche geschrieben, diewie ein blühendes Märchen ist. Es war um 1864, baldin der nie de Douai, bald passage des princes, bald imhölel du Dragon-Bleu: denn Mendes, der Stifter undProphet der neuen Kirche, wechselte die AVohnungenfast so oft wie die Revuen, welche seine Lehren derbestürzten AVelt verkünden sollten. Aber immer wares ein würdiges Gemach, das die Achtung der Musendurch smaragdene Tapeten oder doch durch ein pur-purnes Sopha verdiente, und ein angenehmes AVesen,die Robe in Scharlach, eine Cigarrette an den klatsch»rosigen Lippen, schenkte den Thee, meistens wiedereine andere. In diesen Symposien, wo, nach einem