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Das sclieint ihm Wahn und Dünkel. Er sieht indieser Lehre „einen gleich falschen Begriff der Kunstivie des Lehens, die sie von einander trennt und, indemsie sie trennt, alle beide entstellt.“ Kunst und Lebenmüssen sich verbinden, müssen sich gesellen; sonstAvird die Kunst ein leeres Spiel und das Leben Avirdthierisch. „Wie kann man die Kunst lieben, Avennman den Menschen nicht liebt?“ Auf ihn zu Avirken,seinen tiefen Sinn zu treffen, ihn aus den bangen Fragenzu führen — das fordert er von den Künsten und andieser Forderung misst er ihre Werthe.
So verläugnet er die Gesinnungen der Zeit. Abergerade das kann ihr helfen, sich zu erkennen und ihrW'esen erst recht zu fühlen. Das ist seine Bedeutung.
14.
Jose-Maria de Heredia.
Da neulich die Akademie Jose-Maria de Herediaunter die Unsterblichen nahm, brachte das „Journal“des Xau, der so rasch aus dem Könige der Keporterein König der Herausgeber Avurde, eine jener listigen,gesuchten und gemiedenen Legenden, dieLucienDescavesauf die Helden des Tages spitzt. Hier erzählte derSpötter: „Mit zAvanzig Jahren hatte Herr Herediaschon ein schönes Sonett gemacht. Er las es Lecontede Lisle vor, der ihm sagte: fahren Sie fort! Dasermuthigte ihn, jedes Jahr eins zu machen, und, wenner sehr produktiv Avar, sogar zwei. Bis 1892 blieb erder grosse Unedirte. Dennoch trug er schon die Tomateder Lögion d’honneur. Nun bot man ihm den Sitz desverstorbenen Herrn von Mazade in der Akademie, umZola zu ärgern, und er begann die üblichen Visiten;ein kleiner Neger von zwei Jahren trug ihm seine