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Studien zur Kritik der Moderne
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versagter Reize, ungekannte Sensationen geben. Wieman nach Italien um italienische Extasen reist, sowill ich parlamentarische Impressionen.

Und da kommt plötzlich, leise erst und noch ver-halten aber beharrlich und zähe, wieder ein neuer, derdritte Barres, weder mit jenem skeptischen, subtilenElegant, noch mit diesem bunten Cabotin verträglich.Er hat fremde Worte, die lange aus der Mode sind:von Recht, Pflicht und Tugend. Man mochte es anfangs,voriges Jahr in Neuilly, für einen listigen Kniff desKandidaten nehmen. Aber seit er nicht mehr in derKammer ist, wieder reisen, unbekümmert schwärmen,launisch schwelgen könnte, keine nützlichen Phrasenmehr braucht, wachsen diese Zeichen noch, statt zuschwinden. Er sagt es nicht deutlich, aber hat denTon, den traurigen und strengen Ton der Convertiten.Es klingt wie eine tiefe Klage um ein verlornes Gewichtund Maass der Tliaten, um ein Gesetz, das eitle Launenbändigen, irre Kräfte leiten könnte, um eine verläss-liche Norm. Es ist die Sprache jener Compagnons de lavie nouvelle, die Paul Desjardins unermüdlich wirbt,unentschieden zwischen indischen und christlichenGeboten, aber zum Gehorsam unter eine strenge Zuchtentschlossen. Etwas Apostolisches für eine neue Moralwird vernehmlich. Die Lüste des Stylisten, die ge-schmeidigen Künste des Verstandes schweigen. DerZorn gegen den hon compagnon opporiuniste verdrängtdie feinen Freuden seltener, gesuchter Adjektive. DieArmen im Geiste, die ihre Notli in Demuth tragen,gelten jetzt. Gesin nung wird gesucht, nicht Stimmung.Er hat jetzt Gewissen. Das ist der dritte Barres, derBarres seit Panama. Die knappen, herben und virilenNoten, die er da, als dieser Sturm das Land verheerte,imJournal uudFigaro geschrieben, haben einenmächtigen Accent des Predigers und Richters, derstrafen und bekehren, nützen, helfen, retten, Menschen