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Studien zur Kritik der Moderne
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freuen, wenn bei Ihnen meine Sachen gefallen. Ichhabe, als ich zu schreiben anfing, gerade im deutschenGeiste manche Anregung gefunden. Anregung ist viel-leicht ein bisschen zu viel gesagt. Ich fühlte selberganz deutlich, was ich wollte: von den derben, rohen,widerlichen Aeusserlichkeiten der Naturalisten weg indie Bäthsel und Wunder der einsamen Seele, zur Culturdes Ich; und eigentlich war das nichts als eine Be-sinnung des französischen Geschmackes auf sich selber,der immer psychologisch gewesen ist. Aber ich be-festigte und bekräftigte mich damals an den deutschenPhilosophen.

Fichte und Stirner ?

Stirner kenne ich nur nach dem Namen. AberFichte. Dem verdanke ich manche Wollust des Geistes.Das heisst: um das, was man bei Ihnen sein Systemnennt, hab ich nicht viel gefragt. Ein philosophischesExamen über seine Werke würde ich schlecht bestehen.Aber sie machten mich trunken und heiss. Ich werdeschwärmerisch und berauscht, wenn ich sie lese, wieman Verse liest oder den schwülen Märchen von fiebe-rischen Geigen lauscht.

Manche wollen auch Spuren von Nietzsche, derjetzt bei uns sehr modern ist, in Ihren Werken finden.

Ich kenne von Nietzsche nichts als ein paar Seiten,die neulich in einer von unseren Revuen waren. Diehaben nicht besonders auf mich gewirkt. Ich weissnicht warum, aber sie sagten mir Nichts, sie gabenmir Nichts, es geschah Nichts in mir. Vielleicht wennich mehr von ihm lesen würde

Ich glaube nicht. Ich kenne so ziemlich den ganzenNietzsche, aber ich kann auch die grosse Bewunderungnicht begreifen und nicht theilen. Man darf das jajetzt in Deutschland nicht sagen, aber ich halte ihnauch nur für einen recht geschickten und amüsantenFeuilletonisten, der freilich, was bei uns sehr selten