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bange, mit dem er so fürchterlich tliut, vor dem Fana-tismus der eigenen Laune. Er ist, wie anarchistischer sich oft geberdet, im Grunde nichts, wenn man ihnrecht versteht, als jener romantische Trotz des quartierlatin gegen den « bourgeois», weil der Künstler nun einmalkeine andere Wahrheit als die eigene Empfindung ver-trägt und aus seinen Trieben die fremden Kräfte aus-geschieden will. Er kommt gerade von der rothenWeste des Gautier. Ja, man könnte ihn noch überdie Koniantik zurück verfolgen und für jeden Gedankendes Barres ein Gleichniss in Göthe’sclien Sätzen finden,für jedes Capitel ein Goethe’sches Motto: „Alles Edleist an sich stiller Natur und scheint zu schlafen, bises durch Widerspruch geweckt und herausgefordertwird,“ und „Man wird aus einem Dichter nie etwasanderes machen, als was die Natur in ihn gelegt hat.Wollt ihr ihn zwingen, ein Anderer zu sein, so werdetihr ihn vernichten,“ und „Ich dächte, Jeder müsse beisich selber anfangen und zunächst sein eigenes Glückmachen, woraus dann zuletzt das Glück des Ganzenunfehlbar entstehen wird. Ich habe immer dahin ge-trachtet, mich selbst immer einsichtiger und besser zumachen, den Gehalt meiner eigenen Persönlichkeit zusteigern,“ und überhaupt das ewige Motiv, „dass derMensch abschüttelt, was ihm nicht gemäss ist“, umfrei und ungehindert „aus dem Kerne seiner eigenenNatur zu wirken“. Das ist so bei Goethe und ist sobei Stendhal und ist schon bei Tasso das führendeGefühl gewesen. Nur dass Barres das erstemal dieExtase der Kunst zum Thema seiner Kunst nimmt.
Das ist neu, dass hier das Metier selber gesungenwird, die Gedanken, die Gefühle, die Stimmungen inLeid und Lust, welche um die Geburt von Kunst sind.Und neu, mit dem Stempel dieser Tage, ist an seinerNatur der unerhörte Verein von Nüchternheit undRausch. Er liebt jenen ganz köstlichen und feinen