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Studien zur Kritik der Moderne
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Maurice Bar res.

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dass es überhaupt keine Philosophie ist: es drücktStimmungen aus, auch Gefühle, selten Gedanken eineRechnung der Vernunft mit der Welt zu einer begreif-lichen Ordnung der Dinge versucht es gar nicht einmal.Und man sieht auch gleich, dass es durchaus nichtneu ist: alle Gründe gehören Anderen; man kennt sielange aus dem philosophischen Anarchismus von Fichteund Stirner bis auf Nietzsche und Mackay.

Es ist nur eine Marotte desBarres, sich philosophischzu vermummen. Er hat ebensowenig mit der Philosophiezu thun als mit der Psychologie, in der er auch alsein neuer Meister ausgerufen wird. Wenigstens hiesssonst Psychologe, wer in den Seelen forscht und dieEreignisse verzeichnet, welche in den verschiedenengeschehen, und wie sie anders an diesen, anders anjenen geschehen. Aber er bekennt nur stets dieeigenen gesuchten Heimlichkeiten, in welchen er schwelgt.Das hat man bis heute niemals Psychologie, das hatman immer Lyrik genannt.

Seine Ljwik hat nur ein unerhörtes Thema, dasverblüfft: sie singt nicht von der Liebe, nicht vomFrühling, vom Wein, sondern sie singt die Gefühleder künstlerischen Schöpfung, das Wehe und die Lustdes Künstlers um die Kunst, allen Stolz, die vielenEntmuthungen und den Sieg. Und sie hat dazu eineneue Technik, ihre besondere Rhetorik, die ungewohntleicht trügt: sie sagt Alles in Gleichnissen und Symbolen.Darum wird sie verkannt, obwohl sie sich selber ganzehrlich angibt:Es handelte sich nicht so sehr darum,ein logisches Werk zu verfassen, als in wirksamenZeichen gewisse Stimmungen mitzutheilen, und einanderesmal:Es ist nicht meine Aufgabe, zu beweisenund zu überzeugen, sondern die Empfindsamkeit vonMenschen dieser Zeit zu schildern.

Wer einmal sein Wesen als lyrisch erkannt hat,dem wird auch vor dem famosenEgoismus nicht mehr