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Studien zur Kritik der Moderne
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können auf nichts mehr vertrauen und möchten docheine verlässliche Regel, Halt und Stütze, eine Gewähr.Wir haben nichts, dem Zweifel zu widerstehen, alsnur uns selber. An uns brauchen wir nicht zu glauben,weil wir uns fühlend wissen. Nur in uns ist Verlassund Treue. Nur das Ich verdient die Liehe.

Wer das Lehen anders träumt, wie fein und aus-erlesen dieser Traum auch sei, den empfindet er alsFremden und als Feind. Er ist ihm ein Ausländeran der Seele, ein Barbar, den er aus seinem Bezirkeverweisen muss. Lüge und Unverstand ist Alles ausserdem eigenen Ich. Frei und einsam muss er darumwerden, wenn er wahr werden will. Aber auch derEinsame, der die Anderen überwindet, hat noch ihreSpur. Er ist nicht mein' rein. Unmerklich hat ihmdas Leben fremde Elemente in die Seele gemischt. Ermuss sich läutern. Er muss die Barbaren nicht blossum sich, er muss sie auch aus sich vertilgen. So erstwird aus dem einsamen der freie Mensch.

Aber dann werde, von dem Anderen gereinigt, derfreie Mensch auch ganz und erfülle sich. Er kräftigeund steigere und vollende sich. Er trachte seine un-getrübte Natur zu erkennen, zu entfalten, zu erschöpfen,bis alle Gaben aus ihr geholt und ihrer letzten Heim-lichkeiten bewusst sind. Dann erst lebt er.

Freilich geschieht an dem einsamen, freien underleuchteten Ich, wenn seine ganze Fülle gehoben ist,am Ende ein seltsames Wunder. Es findet im Kerneseines befreiten Lebens ein anderes Leben versteckt.Es fühlt sich auf einmal als Tlieil und verbunden. Esfühlt, wenn es ganz für sich ist, dass es Nichts fürsich ist, sondern einer ewigen fremden Kraft gehört.Es fühlt, dass es nur als un instant dune cbose immortellegilt, und fühlt sich gleich und eins mit Allen.

Das ist die neue Philosophie, welche viele Schülermit so beklommener Andacht verehren. Man sieht gleich,