«Non je n’y tiens pas!» Sie nimmt Paul, weil es sichgerade so trifft. Sie hat nichts gegen ihn, sie hat auchnichts für ihn. Sie würde ebenso gut einen Anderennehmen: «Une jeune fille, c'est inis au tnonde pour etrela femme de quelqu’un. 11 se trouve que c’est vous. . .va pour vous!» Sie ist ganz nett und verträglich mitihm,, überhaupt ein guter Charakter: wenn man tliut,was sie will, gehorcht sie gern. Sie hat keine Launen,sie macht keine Szenen, sie hat in allen Dingen desgoüts tris sages, ir'es moderes. Sie ist nicht geradeglücklich mit ihm, weil sie dafür überhaupt keinTalent hat, aber immerhin ganz zufrieden. Das hindertsie nicht, ihn zu betrügen. Sie betrügt ihn trotz ihrerausgezeichneten Erziehung, nach so und so vielenOpfern, und obwohl sie von einem Bischof getraut ist.Sie betrügt ihn, weil er neun Tage nach der Hochzeitzu seiner alten Geliebten zurückgekehrt ist. Sie klagtdeswegen nicht. Sie wiithet nicht. Sie sagt sich bloss:„Gut! da das einmal so ist, da das Leben so ist, dadie Ehe so ist, machen wir es wie die Anderen!“ Undvierundzwanzig Stunden später ist es getlian. Siefühlt gar keine Reue. Es gefällt ihr ganz gut. Sieerzählt es ohne Bedenken ihrem Papa. Nur vor derMutter muss sie schweigen, parce que la pauvre femme ,eile, n’est pas comme nous au courant de ce qui peut sedire et se faire aujourd’hui. Natürlich erwischt sie derGatte zuletzt. Ein paar Tage darauf erwischt sie ihn.Also Scheidung. Nun ist sie eine. Frau, die ohneVergnügen von Allem gekostet hat und eigentlich nichtrecht weiss, was sie noch soll. Sie geht zu ihrerMutter zurück. Sie reist in Italien. Dort heirathetsie den Grafen Soprani, einen lagparone millionaire,gutmüthig, faul und weich. Sie heirathet ihn sausröpugnance mais sans entrain, pour faire quelque choseund lebt in einem stillen, grauen, lauen Frieden dahin.Sie kann sich nicht beklagen. Sie hätte es schlimmer
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