Henri Lavedan.
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ein Fertiges sind und die andern entbehren könnten;und statt zu beschreiben, statt zu berichten, statt zuerzählen, hat es nur Dialoge. Inhalt, Handlung, irgendein Ereigniss gibt es nicht. Es geschieht nichts. Einjunger Mann lebt, heirathet, betrügt seine Frau, wirdvon ihr betrogen, scheidet sich, nimmt das alte Lebenwieder auf und ermüdet dann langsam. So ist das Werk.
Der Held ist Pani Costard, fünfundzwanzig Jahre,reich, vornehm, müssig mit dem Geiste des Boulevardsund ehrgeizig, in allen Stücken durchaus Nouveau Jeuzu sein. Dafür lebt er. Dem widmet er seine Kraft.Soyons de notre epoque. Es genügt ihm nicht, der jeunehomme d’ aujourd’hui zu sein; er wäre am liebsten lejeune homme de demain, d’apres-demain si possihle. DasBanale, Hergebrachte, den jeune Tout-le-monde, will erum jeden Preis vermeiden. Er ist darum nicht frivol,kein Eichkätzchen des Boulevard. Nein, er hat Herzund Gemtith. Er achtet die Tugend und verehrt die an-ständigen Frauen: denn wenn sie es auch selten bleiben,so sind sie es, meint er, doch wenigstens einmal ineinem gegebenen Moment gewesen. Er ist auch einguter Sohn, wenn er gleich mit seiner Mutter den mo-dernen Ton hat und es nicht duldet, dass sie abuse dece quelle m’amis au monde. Er liebt die jungen Mädchen,die im Sacri-Coeur erzogen sind, er merkt das gleichan der Art und Weise, wie sie die Männer nicht an-sehen. Er hat Eespekt vor der Ehe und spricht ingewählten Ausdrücken von ihr: Je m’ennuierai peut etre,mais je ne rn’embeteraipas. Also eigentlich ein ganz braverund lieber Junge, den nichts hindert glücklich zuwerden, wenn nur seine Leidenschaft für das NouveauJeu nicht wäre. Die freilich macht aus ihm den garqonle plus immoral et le plus renversant pu’on quisse voir.Und erst wie er unter den Jahren müde, einsam undnachdenklich geworden ist, entdeckt er auf einmal:Man hat gut suchen und herumbohren im Neuen, es