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Studien zur Kritik der Moderne
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L i 11 e r a t u r.

modesten Sätzen auf einmal ein unvergessliches Wortaus dem Kerne der Dinge. Und von Anfang an gleichEiner für sich, anders als die Andern, der nicht zuverwechseln, nicht zu verkennen war. Man merkte,dass er der jungen Schule der neuen Psychologie ge-hörte, mit ihrem Ehrgeize auf die Tradition der Roche-foucauld , La Bruyere und Stendhal, aber mehr wieEiner, den es gerade amtisirt, ohne dass er es nötliighätte und sehr tragisch nähme, ohne die magisterlicheWürde des Bourget, und ein Psychologe nach Aussen,nicht wie Barres nach Innen, ein Psychologe derAnderen, nicht des eigenen Räthsels. Naturalist in dergrausamen Schärfe des Blickes und auch in dem trübenGrunde aller Stimmung, aber während den Naturalistenkein Zug dick und heftig genug und die Fülle derZüge immer noch zu gering war, sparsam in derrapiden Zeichnung, von wenigen, leichten, hingewischtenStrichen, und ein Meister jener suggestiven Sätze, diein zwei Worten den ganzen Charakter verrathen, deut-licher als irgend eine langwierige Biographie. Mandenke etwa den Geist des Forain mit der Hand desNittis. Oder man mag an die Gyp und Meilhac denken;doch müsste man sie mit einem herben Galgenspottund einer heillosen Wurstigkeit versetzen. AlsSireInconsolables u La Haute,Petites FelesNocturneswurden diese Skizzen gesammelt, und sein Name wargemacht. Das Lustspiel « Une Familie» hatte kein Glück ander Comedie. Aber jetzt mit dem Prince dAurec einemVersuch zwischen Porto-Riche und Lemaitre, aber voneiner polemischen Verve, die diesen fehlt hält erendlich den über Pariser mächtigsten Triumph: denTriumph des Skandales. Das ist der Autor.

Das Werk sieht sich wunderlich an. Es heisstRoman und weil es Charaktere an ihrer notliwendigenGeschichte entwickelt, daif es so heissen. Aber es istvielmehr eine Folge kurzer Scenen, die jede für sich