G. Macas y.
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Ah, so ist die Sache! Die Mödlinger sind es ! DieMödlinger sind in den Naturalismus verstrickt! Dawird freilich nichts helfen, als das Ding zu lesen. Esist bekannt: ich schwärme für exotische Litteraturen.
Und ich habe den Propheten gelesen, in einemZuge gelesen und wieder gelesen, erstaunt, betroffen,verzweifelt, weil — ja weil! Das ist leicht gefragt.Aber ich kann es nicht sagen. Ich finde die rechteFormel nicht. Ich weiss keinen Vergleich. Nie ist mirAehnliches geschehen. Ich kann es nicht anders sagen,als dass er als Ibsen wirkt. Nicht wie eine Copieetwa nach Ibsen, im Gehorsam dieses Musters, sondernals ein freies Original des Ibsen, aber eines jüngerenund kühneren und deutlicheren Ibsen freilich, der mitMaeterlinck oder Oscar Wilde geschwärmt und Nietzsche,gelesen hätte. Er scheint nicht wie Ibsen, er scheintIbsen seihst. Jeder Kenner würde, wenn das Schau-spiel ohne Namen wäre, gleich auf Ibsen schwören undwürde es leicht als den unvermeidlichen Schluss seinesWerkes zeigen, als das letzte Wort seiner letztenAVandlung, als das Ende der „Frau vom Meere“ unddes „Solness“. Es ist Rosmersholm wieder, aber diesesalte Drama neu, aus jener zweiten in seine dritte Periode,aus dem Naturalistischen in’s Symbolische versetzt.
Es spielt „unweit der Hauptstadt“, in dem Land-hause des Professors Felix Hannson. Hannson ist Rosmer,der edle, weiche, schwärmerische Rosmer wieder, mitder um sittliche Schönheit und Freude lechzenden Seele.Helene, seine Frau ist todt, nicht wie Beate, die inden Mühlbach ging, sondern an der Schwindsucht vonKummer verzehrt, weil der Gatte den frommen Glaubenbrach und vom „Rechten und Guten“ fiel. Nun schwanktder Aengstliche und zaudert irre. Ihm fehlt der Mutli, diealte Lehre ganz von sich zu tliun und nur auf sich selberzu hören. Der Pastor Herb, sein Schwager, jener RektorKroll, verdüstert seine hellen Triebe, lähmt die Kraft.
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