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Litteratur.
dem munteren, verschmitzten Acrobaten; eine Samm-lung von Kritiken des Paul de Saint Victor, demVictor Hugo einst geschrieben: «On ecrirait un livrerien que pour vous faire e'crire une page»; und dieses„Vom Dichter zum Philosophen“, von Karl Sonnen,ein tiefes und absurdes, jähes und banales, leidenschaft-lich konfuses Buch, mit jener stolz verschämten Con-fusion der Jugend. Dann ein gelbes, dünnes, unge-fälliges Heft, ein Drama. Es heisst „Der Prophet“ vonCf. Macasy, in der Wallishausser’schen Sammlung des„Neuen Wiener Theater.“ Prophet — das ist doch keinTitel. Macasy — das ist auch kein Name. Wallis-hausser — das ist ja kein Verlag mehr. Da erscheinensonst der Mord in der Kohlmessergasse und die Vor-lesung bei der Hausmeisterin — nein danke. Das kannich mir schenken. Weiter. Briefe. Wolzogen will inMünchen auf einer „Freien Bühne“ Maeterlinck spielen.Da möchte er eine Conference von mir und möchteeinen Akt von Loris. Ich bin schon der reine Agentder litterarischen Vermittlung. Nächstens nehme ichProcente. Millionär muss auch nicht schlecht sein undBismarck sagt, dass sie dem Vaterlande nützen. Gut.Noch ein Brief; eine fremde Schrift, rund, saubrer,zierlich — und wieder dieser Name, der kein Nameist: G. Macasy. Er schreibt: „Indem ich mir die Frei-heit nehme, Ihnen beifolgende kleine dramatische Arbeit„Der Prophet“ zu übersenden, bitte ich, dieselbe alseinen schwachen Versuch einer neuen Richtung nichtallzu strenge beurtheilen zu wollen. Man ist hier nochzu sehr in den Naturalismus verstrickt, um auch anandere Gottheiten zu glauben.“ Ich zögere. Ich ver-stehe das nicht gleich. Es klingt ein bisschen dunkel.„Man ist hier noch zu sehr in den Naturalismus ver-strickt“ . . . ? Hier ? Wo ? Wo ist man in den Natura-lismus verstrickt? Das möchte ich doch wissen. Ichsuche das Datum. Da steht „Mödling den 29. Jänner.“