132
Littcratur.
Eine unbekannte Person hat an den Professor ge-schrieben, mit Fragen über seine Bücher. Er antwortet.Der andere fragt wieder. Es wird ein langer Tauschvon Briefen. Hannson klagt seine Sorgen, seine Leiden.Da schreibt der Fremde, dass er kommen will: „dennes ist in mir zur Gewissheit geworden, dass Sie michbrauchen können“. Meta kommt. Sie sagt keinen Namen.Niemand weiss von ihr. Es heisst nur: „ich bin vonweit her gekommen“. Sie bringt „Licht und Sonnen-schein“. Ihre Augen blitzen. Sie mag „die Zimmernicht, in denen 'das Dunkel herrscht“. Die alten Sachen,Andenken an Helene und den Vater, verbrennt sie,damit „mit den alten Dingen auch die hässlichen altenGeister“ schwinden: denn „Ihr müsst Euere Vergangen-heit tödten, wenn Ihr in Zukunft frei sein wollt“. JedeErinnerung muss weg. „Wir Menschen sind an nichtsso krank und elend als an unserem verflossenen Leben.Wie ein Gespenst steht dieses vor uns und bindet unsdie Hände, es legt sich wie ein Schleier vor unsereAugen, so dass wir das Morgenroth der Zukunft nichtsehen können“. Die Vergangenheit muss zwingen, werdas Glück will: „Sie dürfen keine Vergangenheit haben.Nur die Zukunft soll vor Ihren Blicken stehen, nurso können Sie den Anderen voranschreiten und sieeinführen in die Länder der Verheissung“.
Aber die Vergangenheit ist Herb, der Pastor. Ihnmuss sie verdrängen. Ihn muss sie zwingen. Mit ihmmuss sie um die Seele des Zweifelnden ringen. Sieerliegt. Als Hannson hört, dass sie gesündigt und imKerker gebiisst hat, da strauchelt sein Mutli.
Meta (abwehrend): — und ich bin an demselben Orte gewesen,wovon der Fremde gestern sprach.
Hannson (starrt sie an): Du, Meta?
Meta: Und nun sage Felix, dass Du den Mutli hast, Dein Werkdurch die That zu beweisen, sage, dass die Liehe, und nur sieallein, uns den höheren Adel verleiht . .