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Studien zur Kritik der Moderne
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A d a liiert von G o Ul s c li m i rt1.

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waren beide halb. Der Naturalismus floh von denMenschen zur äusseren Welt. Der Symbolismus flohaus der Welt in den inneren Menschen. Und dochkonnte der Mensch nicht ohne die Welt, die Weltohne den Menschen nicht leben. Hier sind sie zurEintracht gesellt, versöhnlich neben einander: nichtsregt sich in der Natur, ohne gleich Gefühl zu werden,und kein Gefühl erwächst, ohne die Natur zu ergreifen;Geschöpf und Schöpfung sind verglichen, suchen sichund finden sich, tönen ineinander. Es ist endlichwieder einmal die grosse Einheit. Es ist keine Ergeb-ung in die Welt, keine Flucht des Menschen. Es isteine Rechnung des Menschen mit der Welt zum sicherenVerhältniss, bis sich die Fragen lösen.

Das Verhältniss des Menschen zur Welt ist seinStil. Das scheint mir hier das Neue, dem die anderenfolgen werden. Nach Stil begehren jetzt alle. Assyrisches,Byzantisches, Japanisches wird, weil es Stil hat, mitEifer versucht. Aber es bleibt fremd und unerlebt.Der Naturalist, der sich ohne Rest an die Natur liefert,hat keinen Stil, und der Decadent, der ohne Naturkünstlich für sich selber ist, kann auch keinen haben,weil Stil der Klang des Menschen mit der Erde ist.Nur wer seinen eigenen Sinn an der Welt erkanntund den Sinn der Welt aus sich selber gedeutet hat,kann Stil gewinnen. Vielleicht lehrt das die Gaeaden einen oder die anderen. Das ist, meine ich, inder Entwicklung ihr Beruf.

III.

Ich war in Berlin, als Emanuel Reicher dieGaea des Adalbert von Goldschmidt las. Ichliebe dieseStadt sonst wenig,weil sie mir kalt und spöttisch,ohne die weiche Güte inniger Schönheit scheint, die derWiener nicht entbehren mag. Aber dabei wollte ich durch-aus nicht fehlen. Nicht weil das Werk eines Freundes