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Studien zur Kritik der Moderne
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mit dem Namen des Symbolismus da sein, der dochgar nicht passt. Was heute symbolistisch heisst, unddie Weise dieses Werkes haben gar nichts gemein.

Was heute symbolistisch heisst, ist nichts als diepedantische Umkehr des Naturalismus. Man dreht denNaturalismus um, stellt ihn auf den Kopf und nimmtdas Contradictorische von ihm. Nach diesem bequemenRecepte wird verfahren. Dem Naturalismus gilt dieäussere Wirklichkeit allein: also gilt dem Symbolismusallein die innere Menschlichkeit. Dem Naturalismusist das Menschliche nur Mittel für das Wirkliche, zurZierde der Staffage: also ist dem Symbolismus dasWirkliche nur Mittel für das Menschliche, zum Reizder Nerven. Dem Naturalismus kommen die Stimmungenaus den Dingen: also kommen dem Symbolismus dieDinge aus den Stimmungen. So lässt dieser Symbo-lismus Alles bloss als Reize der Nerven zu und misstjede Wirklichkeit nur an ihrer menschlichen Wirkung.Verschiedenes, das aber auf die Empfindung gleichwirkt, gilt ihm gleich, und um recht deutlich seineVerachtung der Wirklichkeit zu bezeugen, ist es seinVerfahren, jedes Ding durch andere Dinge auszudrücken,die den nämlichen Reiz auf den Nerven verrichten.Er meint irgendein Weib, und er singt von einerOrchidee, weil dieses Weib und diese Orchidee von seinenNerven gleich empfunden werden, weil sie, wie seineTheoretiker wohl sagen, nervöse Aequivalente sind.

Davon ist in der Gaea keine Spur. Was frühereinmal Symbolismus hiess, mag in manchem Punkteauf sie treffen. Mit dem Symbolismus von heute hatsie nichts gemein. Seine Experimente sind ihr fremd.Sie ist von ihm ganz ebenso weit weg wie vom Naturalis-mus. Und gerade in dieser Entfernung von beidenglaube ich ihr Verdienst, das wirken wird.

Sie überwindet den Ueberwinder des Naturalismus,indem sie ihn mit dem Ueberwundenen versöhnt. Die