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Studien zur Kritik der Moderne
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Li ttcratur.

des Lebens, zum Genüsse, der an die trunkene Kraftder französischen Romantik erinnert, an die rot heWeste des Gautier und den ungestümen Taumel desDelacroix, Und der Intime endlich, der in seine heim-lichen Stunden lauscht, findet hinter der heiteren undleichten Anmutli und im Grunde aller lauten Freudeeine tiefe, schwere Qual, eine unverwindliche Marterder Seele, nicht durch irgend ein Schicksal, sonderndurch den wilden Zwang faustischer Begierden, welchein die letzte Wahrheit aller Dinge und zur Erkenntnissder verwehrten Räthsel wollen.

Diese drei Schichten sind in seiner Natur. Undsie sind ganz eben so auch in seiner Kunst. DerSalon ist in ihr, mit dem leisen, knisternden Frou Fronder vornehmen Freuden und manchmal klingt ein Liedwie nach flirtenden Comtessen. Der grosse Athem desLebens ist in ihr, etwas Strotzendes von Kräften undvon Trieben. Und ein ungeheurer Drang über dieirdischen Grenzen, an das Ende des Menschlichen, indas ewige Geheimniss ist in ihr.

Darum kann ihm auch für soviel Drang und Fülleder Gefühle, der Gedanken, eine einzelne Kunst nichtgenügen. Er träumt eine reichere, neue, unerhörte, diein Eintracht verbände, was sonst getrennt und für sichwar. Er träumt einen Künstler, der zugleich Musiker,Maler und Dichter wäre. Er träumt ein Wunder, indem die Sonderung der Künste aufgehoben und geradedarum jede einzelne nur desto köstlicher bewährt wäre.Und wenn irgendwo, sind an ihm die ersten Zeichenund Versprechungen dieser neuen Kunst, dieser neuenKünstler, welche viele dunkel und heiss begehren.

Er ist nicht bloss Musiker. Er ist ebenso Dichtei'.Und in den Worten, in den Tönen, die zur Farbe drängen,fühlt man den Maler. Aber über dem Musiker, über demDichter, über dem Maler bleibt ein eigener und freierGeist, der ordnet, lenkt, gebietet. Er ist mehr als die